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Wapme AG leistet Abbitte wegen Handy Payment

31.10.2005 | 16:10 Uhr |

Eingenommenes Geld soll über Mobilfunkunternehmen wieder an geschädigte Kunden zurück fließen.

Einer der Protagonisten des Handy Payment, die Wapme AG, will nach wochenlanger schlechter Presse und einigem Ärger zwischen allen Beteiligten nun die Wogen glätten und eingenommene Gelder zurück zahlen. In einem Interview mit dem Verbraucherschutzportal Dialerschutz.de erklärte eine Unternehmenssprecherin, man wolle alle Betroffenen um Entschuldigung bitten.

Einige unseriöse Anbieter hätten das neue Zahlungssystem in fragwürdiger Weise ausgenutzt und überhöhte Preise kassiert. Das System habe technisch einwandfrei funktioniert, es seien die Menschen, die Probleme bereiteten.

Gemeint sind damit einerseits gewisse Anbieter, die das neue System schamlos ausgenutzt haben, um schnell Kasse zu machen. Andererseits waren Nutzer dieser Dienste dem neuen Zahlungsmittel gegenüber wohl zu unkritisch. Parallelen zu den Anfängen der 0190-Dialer drängen sich auf.

Wapme will nun noch einmal einen neuen Anfang wagen. Zunächst wolle man die eingenommenen Beträge an die Mobilfunkbetreiber zurück zahlen, die mit diesem Geld wiederum ihre Kunden entschädigen sollen. Diese hatten ohnehin bereits erklärt, ihren Kunden das verlorene Geld erstatten zu wollen oder sie zumindest beim Erstreiten ihres guten Rechts zu unterstützen ( wir berichteten ).

Der Neuanfang des Handy Payment soll striktere Preisrahmen und weitere Regelungen bringen, über die Wapme mit Mobilfunkunternehmen und Verbraucherschützern diskutieren wolle. Das überarbeitete Zahlungssystem sei nun vom TÜV Saarland zertifiziert. Das gesamte Interview mit Wapme-Sprecherin Gabi Enge finden Sie auf Dialerschutz.de.

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