Wall Street IT

Hacker soll 50.000 Jobbörsen-Accounts erbeutet haben

Freitag den 20.07.2012 um 14:35 Uhr

von Benjamin Schischka

Jobbörse gehackt
Vergrößern Jobbörse gehackt
© iStockphoto.com/vm
Das Jobbörsen-Portal ITWallStreet.com soll von einem Hacker erfolgreich angegriffen worden sein. Der Hacker hat 50.000 erbeutete Account-Daten im Internet veröffentlicht.
Die Jobbörse ITWallStreet.com hat sich auf IT-Profis spezialisiert und arbeitet mit der Wall Street zusammen. Ein Hacker rühmt sich nun damit, bei der Jobbörse eingebrochen zu sein und 50.000 Account-Daten erbeutet zu haben. Zwölf Datenpakete mit detaillierten Informationen soll der Hacker öffentlich ins Internet gestellt haben. Der Hacker nennt sich Masakaki und gehöre zu einer Gruppe namens „Team Ghost Shell“.
 
Unser Schwestermagazin Computerworld hat die veröffentlichten Datensätze untersucht. Die Daten enthalten Vor- und Nachnamen, Mail-Adressen, Benutzernamen, verschlüsselte Passwörter und Telefonnummern. Viele der Passwörter sollen bereits entschlüsselt sein. Außerdem sollen die Datensätze enthalten haben: Gehalts- und Bonus-Vorstellungen der Bewerber, sowie Feedback auf einzelne Bewerbungen. Eines der Datenpakete soll sogar teilweise E-Mails enthalten haben, die zwischen Personalvermittlern und Account-Managern verschickt wurden. Darin soll es um die Brauchbarkeit bestimmter Kandidaten für ausgewählte Jobs gehen.
 
Eine andere Datei enthalte tausende von Telefon-Protokollen zwischen Personalvermittlern und Kandidaten. Sie enthielten Details wie Telefonnummern, Datum und Gesprächszeit. Eine Liste soll gar Berufsreferenzen des Kandidaten enthalten haben.
 
Die Gehaltsvorstellungen der Hacking-Opfer sollen zwischen 40.000 und 400.000 Dollar liegen. Darum vermutet Computerworld, dass sowohl Brancheneinsteiger, als auch Senior Professionals Opfer des Hackers geworden sind. Den Mails zufolge könnten einige sogar Bewerber auf Vize-Präsidenten-Stellen sein.
 
Gegenüber Computerworld hat ITWallStreet den Hack noch nicht bestätigt.

Freitag den 20.07.2012 um 14:35 Uhr

von Benjamin Schischka

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