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Waibel: Gebrauchte Betriebssysteme kaufen

08.01.2001 | 16:16 Uhr |

Der PC-Händler Waibel bietet seinen Kunden seit Freitag die Möglichkeit, ihr altes Betriebssystem auf den neuen Rechner übertragen zu lassen. Gegen eine Gebühr von 30 Mark und die Kopie des eigenen Betriebssystems samt Seriennummer installiert Waibel das Betriebssystem auf den neuen Rechner. Waibel möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen und gebrauchte Betriebssysteme preiswert einkaufen und dann günstig weiterverkaufen.

Der Kauf eines neuen Rechners vollzieht sich - zumindest bei den großen Anbietern - stets inklusive eines Betriebssystems. Dass dies nicht immer auch im Interesse der Kunden ist, hat Waibel nun zum Anlass genommen, Rechner ohne Betriebssystem anzubieten. Wer bereits über ein Betriebssystem verfügt, kann dies später selbst installieren.

Traut sich ein Kunde die Neuinstallation des Betriebssystems nicht zu, kann er diese auch vom Waibel-Team durchführen lassen. Hierzu muss der Besitz einer Lizenz des Betriebssystems nachgewiesen werden. Momentan ist dies einfach durch Ausfüllen eines Formulars samt Angabe der Seriennummer und der Beilage einer Sicherheitskopie der Installations-CD möglich. Waibel wird diese Vorgehensweise jedoch noch nachbessern, da es offensichtlich ein mangelndes Unrechtsbewusstsein gibt.

"Schwarze Schafe gibt es überall, da sind auch wir nicht dagegen gefeit", so Viktoria Ackermann, PR-Sprecherin bei Waibel. Das Formular soll daher schnellstens überarbeitet werden, damit die Kunden auch das Lizenzmodell von Microsoft besser verstehen.

Neben diesem - nach eigenen Angaben bereits einzigartigem - Angebot möchte Waibel noch eine weitere Variante anbieten, Microsoft die Einnahmen aus dem Geschäft mit Betriebsystemen zu vermiesen. Waibel spricht gar von einem Einsparpotential von rund zwei Milliarden Mark.

Waibel wird voraussichtlich ab Dienstag (09.01.01) gebrauchte Betriebssysteme von Privatanwendern aufkaufen, damit diese anderen Privatanwendern preiswert zur Verfügung gestellt werden können.

Mit dieser Aktion ließe sich sicherlich einiges Geld einsparen. Microsoft dürfte hiervon jedoch nicht gerade begeistert sein. (PC-WELT, 08.01.2001, sw)

www.waibel.de: Gebrauchte Betriebssysteme

PC-WELT: Geld sparen

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