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Wahlkampfwerbung 2002 per Mail

07.06.2001 | 14:53 Uhr |

Bei der Bundestagswahl 2002 werden die Parteien keine Massenmailings für Wahlkampfwerbung einsetzen. Alle Bundesparteien fürchten das negative Image solcher Werbemails. Für ausgewählte Zielgruppen scheinen Wahlkampfmails aber durchaus möglich zu sein.

Bei der Bundestagswahl 2002 werden die Parteien keine Massenmailings für Wahlkampfwerbung einsetzen. Alle Bundesparteien fürchten das negative Image solcher Werbemails, wie Spiegel Online berichtet.

Das gezielte Ansprechen bestimmter Wählergruppen erscheint den Wahlkampfstrategen dagegen durchaus sinnvoll. Zumindest der SPD-Sprecher Michael Donnermeyer glaubt dies: "Wenn ganz bestimmte Leute kurze Zeit vor der Wahl eine Mail vom Kanzler bekommen, dann bewirkt das schon was. Das ist dann auch was Besonderes, was man aufhebt, und kein Spam."

Auch bei PDS und FDP denkt man über selektive Mailingaktionen nach. Die Grünen nutzen das Internet auch zur Parteien-Finanzierung. Seite Mitte Mai kann man ihnen online Geld spenden. Noch weiter gehen dem Spiegel zufolge die Überlegungen der FDP Die Liberalen möchten auf ihrer Website interessierten Unternehmen Platz für Werbebanner einräumen. Steht also künftig Guido Westerwelles neueste Rede zwischen Werbung für Ikea-Regale und den aktuellen Last Minute-Angeboten von TUI? Bis jetzt war diesem Angebot allerdings keine Erfolg beschieden.

In den USA sind groß angelegte Mailingaktionen nichts Neues mehr: Bei der letzten US-Präsidentschaftswahl hatten sich beide Kandidaten per Mail an potenzielle Wähler gewandt. Hierzu bauten Demokarten und Republikaner eigene Adressdatenbanken auf.

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