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Wachablösung: Mehrheit der Briten nutzt Breitband

19.07.2005 | 17:20 Uhr |

Die letzten Tage des klassischen Internetzugangs via Analog- oder ISDN-Modem scheinen gezählt. Zumindest in Großbritannien. Denn erstmals war dort im Mai 2005 die Mehrheit der Internetnutzer über einen Breitbandzugang mit dem Internet verbunden.

Die Mehrheit der Internetnutzer in Großbritannien düst via Breitband durch die Weiten des Internets. Der klassische Zugang mit einem Analog- oder ISDN-Modem gerät dagegen auf der Insel immer mehr ins Hintertreffen.

Laut dem britischen Office for National Statistics (ONS) erfolgten 50,7 Prozent aller Internetverbindungen im Mai 2005 über einen Breitbandzugang (DSL, Kabel oder Standleitung). Damit haben im Laufe nur eines Jahres Breitbandverbindungen um fast 80 Prozent zugenommen! Im Januar 2001, als das ONS seine Statistik begann, waren weniger als ein Prozent aller Internetverbindungen in Großbritannien Breitbandzugänge.

Die Statistiker führen das explosionsartige Wachstums des Highspeed-Internets auf die sinkenden Preise für Breitbandzugänge zurück. Außerdem hätten viele Provider ihre bisherigen Breitbandkunden ohne Extrakosten auf schnellere Zugänge mit 1 Mbit/s beziehungsweise 2 Mbit/s aufgerüstet. Zudem sorgt auf der Insel seit kurzem die Verfügbarkeit von Internetzugängen mit 8 Mbit/s für einen regelrechten Hype.

Die Marktforscher von Jupiter Resarch rechnen für 2010 damit, dass 80 Prozent aller Haushalte in Europa via Breitband am Internet hängen. In Großbritannien dürfte die Zahl der Breitbandnutzer sogar noch höher ausfallen. Wer jetzt noch mit einem analogen Modem ins Internet gehe, sei einfach zu träge, um auf Breitband umzusteigen, vermuten die Marktforscher.

Bemerkenswert: Dass ähnlich wie in Deutschland Breitband-Internet in bestimmten Regionen des Landes überhaupt nicht verfügbar sei, erwähnen die britischen Marktforscher dagegen nicht als Grund für das Festhalten an analogen oder ISDN-Zugängen.

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