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WLAN gratis nutzen: Die "Foneros" machen es vor

23.02.2006 | 15:15 Uhr |

Eine neue Idee aus Spanien macht nun auch in Deutschland Furore: Das eigene WLAN anderen zur Verfügung stellen und dafür selbst unterwegs umsonst ins Internet gehen.

Informationen und Daten geben und nehmen ist seit jeher eines der Grundprinzipien des Internets. Der in Spanien lebende Argentinier Martin Varsavsky hat jetzt eine Idee, die sich buchstäblich mit dem Teilen von Daten, genauer von Datenvolumen beschäftigt. Die "Foneros" sind eine insbesondere in Spanien und den USA stetig wachsende Community von Menschen, die ihr privates WLAN anderen Anwendern zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie selbst, wenn sie unterwegs sind, virtuellen Unterschlupf in anderen WLANs.

Eine spezielle Router-Software, die jedoch derzeit noch im Beta-Stadium steckt, regelt das freigegebene Datenvolumen. Bis zur Hälfte der verfügbaren Bandbreite kann für Gäste bereitgestellt werden. Dabei lassen sich bestimmte Anwender, aber auch einzelne Nutzer blocken. Bislang läuft die Routing-Software nur mit speziellen Geräten, die die Community selbst zur Verfügung stellt - zu einem Preis von 25 Euro. Das ist weniger als ein solches Gerät beim Hersteller kostet. Wie sich der Dienst auf Dauer finanzieren soll, ist noch unklar.

Angedacht sind zwei Modelle: Linus und Bills. Während ein Anwender bei Linus seine Bandbreite kostenlos zur Verfügung stellt und im Gegenzug auch selbst kostenlos fremdes Datenvolumen nutzen kann, kostet bei Bills die Stunde Internet 1 Euro.

Das Konzept, das aus anderen Bereichen des täglichen Lebens, etwa Übernachtungen, bereits bekannt ist, klingt überzeugend. Insbesondere im großstädtischen Raum haben inzwischen viele Breitband-Internet-Nutzer ein WLAN und eine Flatrate, nutzen diese aber nur einen Bruchteil der Zeit wirklich aus.

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