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Handy-Strahlung ist möglicherweise krebserregend

01.06.2011 | 17:04 Uhr |

Eine Experten-Gruppe der WHO (World Health Organization) hat in einer aktuellen Studie den Einfluss von Handy-Strahlung auf mögliche Krebserkrankungen untersucht – ein Zusammenhang ist dabei nicht auszuschließen.

Die Frage, ob Handy-Strahlung tatsächlich krebserregend ist, beschäftigt die Medizin bereits seit einigen Jahren. Die WHO hat das Thema in einer aktuellen Studie genauer untersucht und dabei mit einer Fachgruppe aus 31 Experten innerhalb einer Woche fast alle wissenschaftlichen Forschungsarbeiten zur Fragestellung ausgewertet. Zu einem klaren Ergebnis, ob die Strahlung möglicherweise Krebserkrankungen auslösen kann, kam die Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO jedoch nicht.

Eine Verbindung sei laut der IARC aber auch nicht auszuschließen. Aus diesem Grund haben die Forscher Handy-Strahlung in die Liste „möglicherweise krebserregender“ Stoffe aufgenommen. Eine ähnlich hohe Gefahr geht laut der WHO unter anderem auch von Kaffeesäure oder Chemikalien, mit denen Betroffene bei der Arbeit in Reinigungen in Berührung kommen, aus. Laut der IARC müsse eine „mögliche Verbindung zwischen Handys und Krebsrisiko“ in den nächsten Jahren genau beobachtet werden.

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Auf wenig Zuspruch stößt die aktuelle WHO-Studie beim internationalen Verband der Mobiltelefon-Produzenten (CTIA). In einer aktuellen Mitteilung betonte die Organisation, dass die WHO lediglich bereits bekannte Forschungsergebnisse ausgewertet habe. Es gebe auch Studien , die belegen, dass Krebserkrankungen nicht mit Handy-Strahlung in Zusammenhang stehen, so die CTIA.

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