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WGA soll künftig auskunftsfreudiger werden

26.01.2007 | 11:50 Uhr |

Microsoft will bei der Echtheitsüberprüfung von Windows (WGA) nachbessern und den Anwender künftig detailliertere Infos darüber präsentieren, warum der Test bei ihnen gescheitert ist.

Microsoft hat kürzlich verkündet, dass mittels WGA bisher über 500 Millionen Mal Windows-Versionen auf Rechnern auf ihre Echtheit überprüft worden sind und dabei 22 Prozent der Windows-Anwender an dem Test scheiterten ( wir berichteten ).

Das für WGA bei Microsoft zuständige Team hat in seinem Blog nun ein paar Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um WGA veröffentlicht.

Dabei wird beispielsweise erläutert, dass WGA teilweise auch Systeme als echt einstuft, obwohl sie es gar nicht sind. Der Grund dafür: WGA ist so designt, dass es im Zweifelsfall ein System immer als echt einstuft. Das ist natürlich nicht sonderlich hilfreich, denn WGA soll schließlich Besitzer von Windows warnen, die unwissentlich eine illegale Version des Betriebssystems nutzen. Daher wird derzeit an einem neuen Prozess in WGA gearbeitet, der quasi als "gelbes Licht" künftig die Anwender davor warnt, dass eventuell etwas mit der Echtheitsverzifizierung ihres Systems nicht stimmt. Dem Anwender werden dann Möglichkeiten offeriert, selbst herauszufinden, ob er wirklich im Besitz eines legalen Windows ist. Dazu werden auch Tools gehören, die aus einem von WGA als unecht eingestuften System ein als echt eingestuftes System machen.

Die Frage, wie viele Systeme fälschlicherweise als unecht erkannt werden, obwohl sie echt sind, kann das WGA-Team dagegen nicht genau beantworten. WGA sei bereits oft nachgebessert worden, wenn der Fall auftrat, dass ein echtes Windows als unecht eingestuft wurde.

Hinzu kommt, dass WGA natürlich nicht alle Windows-Systeme erfassen kann. So wird auf die Anwender hingewiesen, die wissen, dass sie ein illegales Windows verwenden und daher natürlich keinerlei Downloads von Microsoft beziehen, die durch WGA geschützt sind. Auch um Applikationen, wie den Internet Explorer 7 und den Windows Media Player 11, bei denen WGA integriert ist, machen solche Anwender einen Bogen.

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