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WGA-Ausfall: Microsoft nennt Gründe für die Probleme

29.08.2007 | 13:11 Uhr |

Microsoft hat nun erste Informationen darüber veröffentlicht, wieso es am vergangenen Wochenende zu Problemen mit Servern kam, die die Echtheit von Windows validieren soll. Wie so oft, versagten nicht die Maschinen, sondern Menschen.

Microsoft hält sein Versprechen, Informationen darüber liefern zu wollen, wieso es am vergangenen Wochenende zu Problemen mit den WGA-Servern kam , von denen rund 12.000 Systeme betroffen waren. Die Kurzzusammenfassung: Menschliches Versagen.

Demnach wurde aus Versehen unfertiger Code auf die Produktionsserver aufgespielt. Das Problem selbst wurde aber zügig gelöst, nachdem einfach ein Rollback durchgeführt wurde. Ein Vorgang, der rund 30 Minuten dauerte.

Der aufgespielte, unfertige Code ist dafür gedacht, eine bessere und stärkere Ver- und Entschlüsselung von Produktschlüsseln zu ermöglichen. Darauf waren die Produktionsserver allerdings noch nicht vorbereitet, so dass sie bei allen Produktschlüssel, die eintrudelten, die Validierung und Aktivierung verweigerten.

Wieso trotz des Rollbacks, welcher nur - wie bereits erwähnt - 30 Minuten dauerte, die Produktionsserver auch anschließend nicht richtig funktionierten, untersucht Microsoft derzeit noch.

Microsoft nutzt die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass bei einem Ausfall der für WGA zuständigen Server, fehlgeschlagene Validierungsanfragen dazu führen, dass ein Betriebssystem dennoch als echt eingestuft wird. Das geschieht deshalb, weil zunächst grundsätzlich jede Windows-Version als "echt" eingestuft wird, bis die Validierung etwas anderes feststellt. "Im Zweifel entscheiden wir immer zugunsten unserer Kunden", heißt es seitens Microsoft.

Im Falle der Probleme am Wochenende sei dies aber nicht geschehen, weil die WGA-Server die angelieferten Produktschlüssel falsch verarbeiteten und daher die Systeme für unecht einstuften.

Bei Microsoft wurden Maßnahmen getroffen, die dafür sorgen sollen, dass künftig noch schneller reagiert werden kann, wenn erneut Probleme bei den WGA-Servern auftauchen.

"Ich möchte jeden wissen lassen, dass ich persönlich sehr enttäuscht bin, dass es zu diesem Vorfall gekommen ist. Als Organisation sind wir einen langen Weg gegangen, seitdem dieses Programm begonnen hat und es ist schwer hinzunehmen, dass dieser Vorfall unsere Kunden irritiert, belästigt und verärgert hat", schreibt Alex Kochis, Microsofts Senior Product Manager für WGA im Blog des WGA-Teams .

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