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Vutuv: Neues Karriere-Netzwerk greift Xing und LinkedIn an

22.11.2016 | 15:12 Uhr |

Xing und LinkedIn haben ihre Tücken: Viele Funktionen gibt es nur gegen Bezahlung, außerdem nerven die vielen Mails und die oft schlechte Performance. Das neue Vutuv will das bessere Business-Netzwerk sein.

Braucht es wirklich noch ein weiteres soziales Netzwerk? Speziell ein weiteres Karriere- beziehungsweise Business-Netzwerk? Der deutsche Entwickler Stefan Wintermeyer sagt: Ja. Und entwickelt deshalb mit vutuv eine Kontakte-Plattform, die Xing und LinkedIn Konkurrenz machen soll.

Stefan Wintermeyer stört nämlich so einiges an den beiden etablierten Karriere-Netzwerken. Sie schicken viel zu viele Mails an ihre Mitglieder und versuchen diesen ihre kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften aufs Auge zu drücken. Gerne werden auch ursprünglich kostenlose Funktionen in kostenpflichtige Extras umgewandelt. Xing hat so beispielsweise seine ursprüngliche Job-Suche aus den normalen Xing-Profilen entfernt und zu einem extra kostenpflichtigen Dienst gemacht. Gerade nicht zahlenden Nutzern enthalten Xing und LinkedIn viele wichtige Funktionen vor, meint Wintermeyer. Und besonders performant sind die Dienste von LinkedIn und Xing auch nicht gerade. Wer bei Xing und LinkedIn angemeldet ist, kennt diese und noch viel mehr Ärgernisse aus eigener Erfahrung.

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Wintermeyer will das besser machen. Mit vutuv . Sie können sich bereits dafür anmelden und Ihr Profil anlegen. Vutuv ist kostenlos und soll sich ausschließlich über Werbeeinblendungen finanzieren. Die Optik ist sehr schlicht, was sich aber vorteilhaft auf die Auslieferungszeiten der Plattform auswirkt. Das erscheint Wintermeyer besonders wichtig, weil gerade in Afrika und anderen Dritte-Welt-Regionen die Internetverbindungen meist sehr langsam sind und die Nutzer obendrein oft auch noch sehr teure Datentarife haben.

Ein frisch angelegtes Profil auf vutuv.
Vergrößern Ein frisch angelegtes Profil auf vutuv.

Der Fokus soll bei Vutuv auf dem Austausch von Kontaktinformationen und den jeweiligen Fähigkeiten der Mitglieder liegen. Letztere können die Mitglieder hochwerten.

Aus technischer Sicht soll vutuv sehr sparsam mit Ressourcen umgehen. Wintermeyer will mit einigen wenigen Servern, wenigen Mitarbeitern und clientseitig ohne Javascript auskommen. Wintermeyer versichert zudem, dass es im Unterschied zu LinkedIn und Xing keine Mail-Flut geben soll.

Eine einfache Suchfunktion ist bereits vorhanden. Mit ihr kann man nach Namen und Mailadressen suchen. Kontakten kann man folgen, diese Kontakte müssen aber nicht zwangsläufig einem selbst auch folgen. Es sind also einseitige Follow-Beziehungen möglich.

Derzeit steht vutuv in englischer und in deutscher Sprache zur Verfügung.

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