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Nvidia bestätigt: Treiber zeichnet Telemetrie-Daten auf

08.11.2016 | 13:19 Uhr |

Durch den Grafikkartentreiber sowie das Programm Geforce Experience kann Nvidia viele Informationen zum PC auslesen. Update 8.11.: Stellungnahme von Nvidia.

Nutzer von Nvidia-Grafikkarten verwenden meist offizielle Treiber oder das Programm Geforce Experience . Beide Software-Bestandteile sollen unzählige Daten über den Rechner des Nutzers an Nvidia senden. Auf das Abgreifen derartiger Telemetrie-Daten wies das französische Magazin CanardPC Hardware schon vor einigen Monaten hin. Aufregung entstand jedoch erst nach der Übersetzung des Artikels auf Reddit .

Demnach soll Nvidia die ID und Größe des Monitors an Tracker von Adobe und Google senden. Informationen zur verbauten CPU und installierten Laufwerken wandern hingegen an die Server des Grafikkartenherstellers. Nach der Installation von Geforce Experience wird der PC sogar komplett analysiert, inklusive Details zu Mainboard, Seriennummer, BIOS-Version, USB-Laufwerken oder RAM-Größe.

Konkurrent AMD geht bei seinen Grafikkartentreibern sparsamer mit erfassten Daten um. Laut CanardPC Hardware werden nur bei der Installation wenige Informationen zum Rechner erfasst.

Update 8.11.: Stellungnahme von Nvidia

Nvidia hat gegenüber Gamersnexus eine Stellungnahme abgegeben: Das Tool Geforce Experience sammelt die oben beschriebenen Daten schon seit Version 1.0, um die Anwendung zu verbessern. Seit Version 3.0 erfolge die Übertragung der Daten in Echtzeit. Nvidia verweist darauf, dass dieses Verhalten in der EULA und in der FAQ erwähnt werde. Die Daten würden an ausgesuchte Partner weitergeben, allerdings nur in kumulierter Form. Daraus lasse sich kein einzelner Nutzer identifizieren.

Eine genauere Analyse dazu, was Geforce Experience 3.0 auf dem PC des Spielers macht und welche Daten es sammelt, finden Sie auf der Spiele-Webseite Gamersnexus.

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