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Geben iPhones trotz Reset persönliche Daten preis?

Das alte iPhone verkaufen, wenn die neue 3G-Variante erhältlich ist? Dabei scheint Vorsicht angebracht. Glaubt man dem Unofficial Apple Weblog, dann lassen sich die persönlichen Daten auch durch ein Reset nicht vollständig löschen und von Drittanwendern rekonstruieren.

Es ist wohl der Alptraum eines jeden Handynutzers. Man verkauft sein altes Handy, weil ein besseres Modell erhältlich ist. Vorher löscht man natürlich alle persönlichen Daten, indem man das Gerät zurücksetzt. Aber was passiert, wenn der Reset nur scheinbar funktioniert? Der Nachbesitzer könnte sensible und persönliche Daten wie Bankverbindungen, Email-Accounts und alte Nachrichten rekonstruieren. Glaubt man einem Beitrag von Mat Lu im Unofficial Apple Weblog , dann ist genau das mit dem iPhone möglich.

Am 20. Mai 2008 notiert er eine, wie er sagt, "beunruhigende" Geschichte. So soll ein Ermittler aus dem US-Staat Oregon E-Mails, Fotos und andere Nutzerdaten von einem zurückgesetzten iPhone rekonstruiert haben. Der iPhone-Entwickler Jonathon Zidarski erklärt das damit, dass "alle persönlichen Informationen auf dem iPhone [...] in den freien Blöcken des NAND-Speichers verbleiben." Lu folgert daraus, dass ein Reset über iTunes nicht alle Daten vollständig löscht.

Müssen jetzt also alle iPhone-Besitzer um ihre Privatsphäre fürchten? Diese Angst ist völlig unbegründet. In einem Update seines Beitrages verdeutlicht Lu, dass spezielle kriminaltechnische Software genutzt wurde, um die Daten wiederherzustellen. Ein normaler Nutzer hat augenscheinlich keine einfache Möglichkeit, an derartige Daten heranzukommen. Somit spricht der geschilderte Fall ein Thema an, das jeden Handy- und Computerbesitzer betrifft: Digitale Daten lassen sich mit entsprechender Software rekonstruieren, auch wenn sie bereits gelöscht wurden.

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