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Vorsicht vor dieser gefälschten Ikea-Mail

29.07.2014 | 10:54 Uhr |

In einer gut gemachten Fälschung einer Ikea-Mail schleusen Betrüger Malware auf die Rechner ihrer Opfer. Seien Sie also besonders kritisch, wenn Sie Mails mit Bestellbestätigungen des Möbelhauses bekommen - und Sie sich nicht an eine Bestellung erinnern können.

Die Sicherheitsexperten von Ikarus Security Software warnen vor einer Malware, die sich als Ikea-Rechnung tarnt und derzeit im Umlauf ist. Die E-Mail sehe täuschend echt aus und soll selbst für das geschulte Auge kaum von einer Original-Mail zu unterscheiden sein, sagen die Experten. Rechtschreibfehler suche man vergebens - die Online-Kriminellen würden fast ausschließlich Originaltext aus Ikea-Mails verwenden.

In den Mail werden vermeintliche Bestellungen bestätigt und die Auslieferung der angeblich bestellten Produkte angekündigt. Außerdem fordern die Schreiber der Mail zur Bezahlung der Bestellung auf. Im Anhang - und spätestens jetzt sollte jeder hellhörig werden - befindet sich eine ZIP-Datei, in welcher angeblich das PDF mit der Bestellung steckt. In Wahrheit jedoch finden Sie dort eine andere Datei im PIF-Format, etwa "Ihre IKEA Bestellung 0776390847.pdf.pif.". Sobald das Opfer diese Datei öffnet, befällt der Trojaner darin den Rechner. PIF-Dateien gehen auf MS-DOS zurück und sind vergleichbar mit EXE-Dateien.

Unser Rat: Öffnen Sie offensichtlich gefälschte Mails niemals und werden Sie in vermeintlich echten Mails immer stutzig, wenn es einen Anhang gibt. Im Zweifel kontaktieren Sie den vermeintlichen Versender der Mail (in diesem Fall Ikea) via Telefon oder Web-Support und fragen nach, ob es seine Richtigkeit mit der empfangen Mail hat, bevor Sie diese beziehungsweise deren Anhang öffnen.

Ikarus meldet, dass seit dem ersten Erscheinen der Mail bereits bei mindestens 3.500 Clients weitere dieser Mails von den Sicherheitsexperten gefunden worden seien.

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