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Vorsicht - neuer BKA-Trojaner im Umlauf

25.03.2013 | 16:29 Uhr |

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt am Montag vor einem neuen Schädling, der vorgibt, vom BKA zu stammen, den Rechner sperrt und vom Nutzer die Zahlung von 100 Euro verlangt.

Im Internet kursiert erneut eine so genannte Ransomware, die vorgibt vom Bundeskriminalamt (BKA) zu stammen und nach der Infizierung des Rechners diesen sperrt und die Zahlung von 100 Euro verlangt. Erst nach der Zahlung des Geldbetrags, so der Schädling, werde der Rechner wieder freigegeben.

In einem Popup-Fenster meldet sich Schadsoftware nach der Infizierung des Rechners mit einem Logo des BKA und behauptet, die Nutzung des Rechners sei "aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten" von der Pressestelle des BKA ausgesetzt worden. Außerdem werden jugendpornographische Fotos eingeblendet, die angeblich auf dem Rechner gefunden worden sind und zur Sperrung des Rechners geführt hätten.

In einer Mitteilung betont das BKA, dass es nicht Urheber des Schädlings ist und das Nutzer den geforderten Betrag auf keinen Fall zahlen sollten. Nach der Infizierung des Rechners sei auch nach Zahlung des geforderten Betrags ein regulärer Zugriff mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht möglich, warnt das BKA und fügt hinzu: "Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung. Sie sind Opfer einer Straftat geworden."

Um sich vor solchen Schädlingen zu schützen, sollte das Betriebssystem immer auf einem aktuellen Stand gehalten werden und eine Antiviren-Software eingesetzt werden, die ebenfalls regelmäßig aktualisiert werden sollte. Das BKA weist außerdem darauf hin, dass nach einer Infektion des Rechners durch diesen Schädling die Sicherung der erhaltenen jugendpornographischen Fotos "eine Besitzverschaffung bzw. einen strafbaren Besitz von Jugendpornographie" darstelle.

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