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Vorsicht beim Online-Kauf

Bei Internet-Einkäufen müssen die Kunden nach Auffassung der Verbraucherschützer noch immer auf zahlreiche Fallstricke achten. So gebe es vor allem im Streitfall mit dem Händler Rechtsunsicherheit.

Beim Internet-Einkauf müssen die Kunden nach Auffassung der Verbraucherschützer noch immer auf zahlreiche Fallstricke achten. So gebe es vor allem im Streitfall mit dem Händler Rechtsunsicherheit, berichtete die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) am Donnerstag in Bonn.

Nach wie vor sei ungeklärt, welche Rechte deutsche Konsumenten hätten, wenn sie per Internet bei einem ausländischen Anbieter einkaufen. Die Kauflust werde durch unzureichende Waren- und Preisinformationen sowie oftmals unbequemen Verfahren bei der Bestellung und Abwicklung gedämpft.

Häufig würden Bestellungen über nationale Grenzen hinweg gar nicht ausgeführt, sagte AgV-Geschäftsführerin Anne-Lore Köhne. Auf die Rückerstattung des Kaufpreises bei Reklamationen müssten Kunden zum Teil monatelang warten. Vertragsbedingungen blieben unklar oder kaum verständlich. Oft würden Kunden auch über die entstehenden Gesamtkosten im Unklaren gelassen.

Die Verbraucherschützer machten in Bonn außerdem auf verlockende, aber oft unseriöse Finanzangebote im Internet aufmerksam, bei denen die genauen Anbieter im Dunkeln blieben.

Köhne forderte einen wirksamen Rechtsschutz für Internet-Kunden auf EU-Ebene. Dazu gehöre, dass Verbraucher in ihrem Heimatland klagen können. "Andernfalls müssten wir die Konsumenten davor warnen, im Ausland einzukaufen, weil sie im Streitfall kaum eine Chance haben, ihre Rechte durchzusetzen". (PC-WELT, 14.09.2000, dpa/mp)

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