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Vorsicht beim Autokauf/-verkauf per Internet

Sie geben sich als solvente Käufer aus und schicken dann ungedeckte Schecks oder sie locken ihre Opfer Hunderte von Kilometern zum angeblichen Traumauto. Immer öfter gehen Autokäufer und -verkäufer Betrügern im Internet auf den Leim. Drei von vier Gebrauchtwagen wechseln laut ADAC heute mit Unterstützung des Internets den Besitzer. Meist werde das Netz dabei als Informationsquelle benutzt, um einen Marktüberblick zu bekommen. Viele Schnäppchenjäger würden aber Opfer skrupelloser Internethaie.

"Meistens fängt es damit an, dass man ein Schnäppchen findet im Internet und ganz begeistert ist", berichtet die ADAC-Juristin Silvia Schattenkirchner. "Aber bei besonders auffälligen Schnäppchen ist meist ein Haken dran." Mal ist es die kostenpflichtige Telefonnummer, über die angeblich nähere Details zu erfahren sind, mal wird eine hohe Vorauszahlung verlangt - das Auto allerdings bekommt der Kunde meist nie zu sehen. Mancher gewitzte Verkäufer lockt den Kunden auch mit einem Traumangebot quer durch Deutschland. Bei der Ankunft ist just das gewünschte Auto nicht da. Aber nach der langen Fahrt will der Kunde nicht unverrichteter Dinge nach Hause fahren - und lässt sich ein anderes Auto aufschwatzen.

Die Verbraucherschützer beim ADAC registrieren jeden Monat Hunderte Anfragen verunsicherter Autofahrer über fragwürdige Angebote im Netz - Tendenz steigend. Bei einer ADAC-Umfrage Anfang des Jahres im Internet meldeten sich 300 Geschädigte, die hereingefallen waren oder im letzten Moment den Betrug bemerkten. "Das Lockangebot ist oft so reizvoll, dass man alle Vorsicht außer Acht lässt", sagt die ADAC- Juristin Susanne Sabielny.

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