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Vorsicht: Nigeria-Connection sucht Opfer

08.08.2000 | 11:08 Uhr |

Eine Bande von Betrügern, die schon seit mehreren Jahren per Post ihre Opfer findet, setzt jetzt offensichtlich Mails als Kontaktmittel ein. Eine hohe Beteiligung an Geldern aus Nigeria wird darin in Aussicht gestellt, wenn der Angeschriebene ein Transfer-Konto bereitstellt.

Eine Bande von Betrügern, die schon seit mehreren Jahren per Post ihre Opfer findet, setzt jetzt offensichtlich Mails als Kontaktmittel ein. Die Betrüger, die mit verschiedenen Absenderadressen operieren, gehen immer nach dem gleichen Muster vor. Adressaten sind meist mittelständische Unternehmer oder Selbstständige, deren Anschrift den Betrügern in die Hände gefallen ist.

In den Mails oder Briefen wird eine hohe Beteiligung an unterschlagenen Geldern aus Nigeria versprochen, wenn der Angeschriebene ein Konto zur Geldwäsche bereitstellt. Stimmt der Angeschriebene zu, folgt im zweiten Schritt die Bitte um einen Vorschuss für Flugtickets und Bestechungsgelder. Wird die erbetene Summe überwiesen, verschwinden die Betrüger von der Bildfläche.

Neuerdings werden die Anschreiben über Mail-Konten an die Opfer gerichtet. Der PC-WELT ist ein Fall bekannt, in dem ein Konto des Webmailanbieters Yahoo verwendet wurde. Yahoo will sich um die Angelegenheit kümmern, konnte aber noch keine Ergebnisse präsentieren.

Beschwerden bei nigerianischen Behörden hatten in den vergangenen Jahren wenig gefruchtet. Sie wurden meist mit dem Hinweis abgetan, dass die Opfer selbst sich des versuchten Betrugs am nigerianischen Staat schuldig gemacht hätten. (PC-WELT, 07.08.2000, meh)

Die Email der Nigeria-Connection im PC-WELT Download-Bereich

Kopie eines betrügerischen Schreibens aus Nigeria

Beschreibung der Vorgehensweise der nigerianischen Betrüger

2,9 Mio. erschwindelt (PC-WELT Online, 10.7.2000)

Betrug: Gefährliche Geldversprechen (PC-WELT Online, 20.3.2000)

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