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Vorsicht: Neue Porno-Dialer umgehen 0190-Sperre

21.11.2001 | 16:01 Uhr |

Eine neue Art von Dialer-Software bedroht die Telefonrechnung der Internet-Surfer. Bisher nutzten viele Surfer den von der Telekom angebotenen Service, die Anwahl der teuren 0190er-Rufnummern zu unterbinden. Üble Zeitgenossen haben aber die Porno-Dialer so verändert, dass auch eine 0190er-Sperre nichts mehr nutzt.

Eine neue Art von Dialer-Software bedroht die Telefonrechnung der Internet-Surfer. Bisher nutzten viele Surfer den von der Telekom angebotenen Service, die Anwahl der teuren 0190er-Rufnummern zu unterbinden. Üble Zeitgenossen haben aber die Porno-Dialer so verändert, dass auch eine 0190er-Sperre nichts mehr nutzt.

Wie die Website "trojanerinfo.de" meldet , richten die neuen Dialer eine DFÜ-Verbindung auf dem Rechner ein, bei der als Rufnummer eine "0" steht. In Wirklichkeit baue der Dailer aber eine Verbindung zu einer 0193-Nummer auf. Bei dieser Nummer darf der Onlineprovider selbst die Nutzungsgebühr festlegen.

In dem von " trojaner-info.de " geschilderten Fall wurde Kosten von 3,63 Mark pro Minute fällig. Dabei wurde schon beim Besuch der Website der Download des Dialers automatisch gestartet. "Die Betreiberfirma scheint auf Gran Canaria zu sitzen und unterhält mehrere Webangebote aus dem Adult Bereich", so "trojanerinfo.de".

Besonders tückisch: Auch Schutzprogramme wie 0190 Warner undSmartsurferversagen in diesem Fall und können das Anwählen der teuren Telefonnummern nicht unterbinden.

Die einzige Möglichkeit sich vor diesen Dailern zu schützen ist, die DFÜ-Verbindungen regelmäßig zu überprüfen, beim geringsten Verdacht sofort zu löschen und die benötigten DFÜ-Verbindungen neu zu erstellen. Vor dem Löschen sollte aber eine Sicherheitskopie der verdächtigen DFÜ-Verbindung erstellt werden, um im Falle eines Falles bei einer hohen Telefonrechnung Beweise vorlegen zu können.

Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, sollte es Windows nicht erlauben, automatisch eine Verbindung ins Internet zu öffnen. Stattdessen sollte die manuelle Einwahl bevorzugt werden. Hier hat der Anwender gelegenheit die zu wählende Rufnummer zu überprüfen und im Verdachtsfall die Einwahl zu verhindern.

Yahoo distanziert sich von Pornos (PC-WELT Online, 14.04.2001)

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