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In EU-Flughäfen verschwinden wöchentlich 3.300 Laptops

04.08.2008 | 12:55 Uhr |

Die Verlustrate von Notebooks auf europäischen Flughäfen liegt bei über 3.300 Stück pro Woche. Das geht aus einer Studie des Ponemon Institute hervor, die vom PC-Hersteller Dell in Auftrag gegeben wurde.

Diese Verlustrate bezieht jedoch lediglich die acht größten Airports des Kontinents ein. An der Spitze liegt der Flughafen London Heathrow, wo 900 Geräte pro Woche abhanden kommen. Platz zwei belegt der Amsterdamer Airport Schiphol, gefolgt von Paris Charles de Gaulle. Hier sind Notebook-Verluste von jeweils etwa 700 Stück wöchentlich zu beklagen.

In den USA liegt die Rate gegenüber Europa sogar noch deutlich höher. 12.000 Notebooks gehen dort laut der Studie wöchentlich verloren. Die Zahlen beinhalten sowohl gestohlene, als auch einfach vergessene und liegengelassene Geräte. Vor allem bei den Sicherheitskontrollen, wo die mobilen Rechner separat vom restlichen Handgepäck durchleuchtet werden, greifen Diebe oft zu. Solange sich der rechtmäßige Eigentümer noch selbst der Kontrolle unterziehen muss, haben die Gauner genug Zeit, um sich den fremden Laptop zu nehmen.

Allerdings werden die Geräte von ihrem Besitzer zum Teil auch einfach liegen gelassen. Während man darauf wartet, in das Flugzeug zu steigen, wird oft noch der Laptop aktiviert, um zu arbeiten, E-Mails zu schreiben oder im Web zu surfen. Beim Aufbruch zum Gate wird das Notebook beim Zusammenpacken des Öfteren vergessen, so die Autoren der Studie. Gefährdet seien hierbei zumeist Geschäftsreisende. Laut den Angaben wird in 57 Prozent der Fälle das Gerät bei den Fundbüros in den Flughäfen nicht abgeholt. Problematisch sei hier, dass bei den Notebooks zumeist keine Zuordnung zu einer Person gemacht werden kann, heißt es.

Abgesehen von dem entstandenen Sachschaden kann ein Verlust oder Diebstahl jedoch auch zu erheblichen Problemen führen, wenn sensible Daten auf dem Gerät gespeichert sind. "Insgesamt gehen auf den größten europäischen Flughäfen jährlich 175.000 Geräte verloren", so Larry Ponemon, Chef des Ponemon Instituts . Viele davon würden auch Daten enthalten, die damit ebenfalls verloren gehen oder in falsche Hände kommen, so Ponemon. Er rät IT-Abteilungen zum Einsatz geeigneter Schutzmaßnahmen, um den unbefugten Zugriff auf die sensiblen Informationen zu unterbinden. Des weiteren könnten GPS-Tracking-Lösungen verwendet werden, um das Gerät wieder auffinden zu können. (pte)

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