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Vorsicht: Gnutella-Wurm

28.02.2001 | 11:49 Uhr |

Momentan kursiert mit dem W32/Gnuman.worm der erste Peer-to-Peer-Wurm in der Gnutella-Fangemeinde. Der Wurm gibt sich als Medien-Datei aus, nach der mittels Gnutella gesucht wurde. Möglicherweise ist das der Beginn einer großen Angriffswelle auf Peer-to-Peer-Systeme wie Gnutella und Napster.

Momentan kursiert mit dem W32/Gnuman.worm der erste Peer-to-Peer-Wurm in der Gnutella-Fangemeinde. Der W32/Gnuman.worm gibt sich nach einer Suchanfrage mit Gnutella als eine Datei aus, die als Ergebnis der zuvor ausgeführten Suche bereit steht. Dabei handelt es sich jedoch in Wahrheit nicht um ein Musikstück oder ein Video, sondern um eine .exe-Datei, die nach dem Ausführen den Rechner des Gnutella-Nutzers infiziert.

Der Wurm fügt sich in der Autostart-Gruppe des Start-Menüs als verborgene Datei mit dem Namen gspot.exe hinzu. Anderen Gnutella-Nutzern bietet er sich auf deren Suchanfrage wiederum als Mediendatei an.

Betroffen von W32/Gnuman.worm sind Gnutella und damit kompatible Software wie Gnotella, BearShare, LimeWire, oder ToadNode. Großen Schaden richtet der Wurm nicht an, weshalb McAffee das Risiko als gering einschätzt. Nach bisherigen Erkenntnissen verursacht der Wurm nur eine zusätzliche Belastung des Systems. Wichtige Systemdateien oder Dateien mit vertraulichen Inhalten sind nicht betroffen.

Was für McAfee & Co jedoch bedenklich erscheint, ist die Tatsache, dass dieser Schädling nur die Vorhut einer großen Angriffswelle auf Napster und andere Peer-to-Peer-Systeme sein könnte. (PC-WELT, 28.02.2001, hc)

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