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Vorsicht Falle: T-Online-Kunde wider Willen

06.09.2005 | 12:13 Uhr |

Herbert Kauer (Name von der Redaktion geändert) staunte nicht schlecht, als er völlig unerwartet einen Brief von T-Online erhielt. Darin enthalten war nicht nur eine CD mit der Zugangssoftware, sondern auch ein Begleitschreiben, das Ihn als neuen T-Online-Kunden begrüßte. Gleich mit dabei: Ein Bogen, der die Zugangsdaten enthält.

Kauer ist erstaunt, da er noch nie Kontakt zu T-Online hatte. Er geht von einem Irrtum aus und legt den Brief erstmal beiseite. "Wenn ich die Zugangsdaten nicht nutze, muss ich ja auch nichts bezahlen", denkt er sich. Weit gefehlt. Bereits einen Monat später erhält er eine Rechnung von T-Online in Höhe von 4,95 Euro. Bei dem Posten handelt es sich um die Grundgebühr für den Tarif "eco", für den die zugesandten Zugangsdaten gelten.

Verärgert ruft Herr Kauer die T-Online-Hotline an. Dort teilt ihm ein Kundenberater mit, dass ihm der Betrag zwar gutgeschrieben werde, er die Rechnung aber erstmal bezahlen solle - sonst werde er mit Mahnungen zugeschüttet. Kauer soll also Geld überweisen, obwohl er nie einen Tarif bei T-Online bestellt hat.

Herbert Kauer ist kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, dass arglose Anwender einen Brief mit CD und freigeschalteten Zugangsdaten erhalten - und kurze Zeit später die Rechnung dafür. Manchmal geht dem Brief ein Telefonat voraus. Darin preist ein Callcenter-Mitarbeiter die Vorteile von T-Online an und fragt, ob er dem Gesprächspartner ein Starter-Paket zusenden darf. Es kommt vor, dass Mitarbeiter nicht darauf hinweisen, dass dadurch monatliche Kosten entstehen - oder sogar von einem "kostenlosen und unverbindlichem Angebot" sprechen. Uns sind Fälle bekannt, in denen Anwender das Start-Paket erhalten haben, obwohl sie dies am Telefon unmissverständlich abgelehnt hatten.

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