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Vorsicht: Datenklau bei Kreditkarten

Daten von Kreditkarten sind im Internet immer leichter erhältlich. Wer sie hat, kann auf Kosten des Besitzers nach Herzenslust einkaufen. Ein Schutz vor dem Missbrauch der eigenen Daten ist kaum möglich.

Daten von Kreditkarten sind im Internet immer leichter erhältlich. Wer sie hat, kann auf Kosten des Besitzers nach Herzenslust einkaufen. Einem Bericht des Online-Magazins tecChannel zufolge ist ein Schutz vor dem Missbrauch der eigenen Daten kaum möglich.

Der tecChannel zitiert einen Fall, in dem die Kreditkarteninformationen eines Anwenders in einem einschlägigen Diskussionsforum im Internet veröffentlicht wurden. Bei ihrer Recherche stießen die Redakteure in nur kurzer Zeit auf komplette authentische Datensätze von 83 Kreditkarten - drei davon aus Deutschland. Auch Postanschrift, Telefonnummer und Mail-Adresse der Karteneigentümer standen für jedermann sichtbar im Netz.

Was die Kartenpiraten mit den geklauten Daten angestellt haben, geht aus den Abrechnungen der drei betroffenen Deutschen hervor: Sex-Sites und Online-Kasinos zählen zu den Favoriten der Betrüger. Bei den Kasinos kann die Kreditkartennummer in bares Geld umgewandelt werden.

Die penibel geführten Listen mit sämtlichen Personendaten und die schiere Masse der Daten legen laut tecChannel den Verdacht nahe, dass die Informationen aus einem Abrechnungsserver entwendet wurden. Die Inkassofirmen haben offenbar wenig Interesse an der Sicherheit ihrer Kunden. Von vier kontaktierten Unternehmen reagierten innerhalb von drei Werktagen nur zwei. Sie versicherten, dass sie keine Hackerangriffe bemerkt hätten. Die anderen Unternehmen antworteten nicht. (PC-WELT, 12.04.2000, sp)

Tipps zum Schutz gegen den Missbrauch von Kreditkarten-Daten

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