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Vorsicht: Chef liest mit

30.08.2002 | 08:37 Uhr |

Für viele Arbeitnehmer ist es schon Gewohnheit, in einer kleinen Arbeitspause mal eben den Account von Hotmail oder Yahoo zu checken. Der Chef kann da ja nicht mitlesen - denken viele. Ein fataler Irrtum: Mit der Software eines US-Unternehmens kann Ihr Arbeitgeber Ihre Mails mitlesen.

Für viele Arbeitnehmer ist es schon Gewohnheit, in einer kleinen Arbeitspause mal eben den Account von Hotmail oder Yahoo zu checken. Der Chef kann da ja nicht mitlesen - denken viele. Ein fataler Irrtum: Mit der Software eines US-Unternehmens kann Ihr Arbeitgeber Ihre Mails mitlesen.

Der US-Softwarehersteller Spectorsoft hat vor kurzem die neue Version 3.0 seiner Software eBlaster auf den Markt gebracht, mit der nicht nur der reguläre Mail-Verkehr über den SMTP-Server eines Unternehmens ausspioniert werden kann. Lässt Ihr Chef dieses Programm in seinem Firmennetz installieren, leitet es auch Kopien von Nachrichten, die per Hotmail oder Yahoo Mail versandt werden, an die Adresse des eingestellten Beobachters. Jede Privat-Mail geht somit als "Carbon Copy" auch an Ihren Brötchengeber, sofern er das will.

Das ist noch nicht alles. Auf Wunsch kann auch die Kommunikation per Instant Messenger (zum Beispiel per ICQ), jede angewählte Internet Adresse und sogar jeder Tastenanschlag eines Nutzers von der Software protokolliert und weitergemeldet werden.

eBlaster 3.0 läuft unter Windows XP, Windows 95, Windows 98, Windows ME, Windows NT und Windows 2000 und kostet rund 100 Dollar.

Furcht vor Hackern: US-Militär verschärft Vorschriften (PC-WELT Online, 01.08.2002)

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