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Vorerst keine neuen Internet Cafes in China

07.03.2007 | 16:45 Uhr |

Die Regierung der Volksrepublik China will in diesem Jahr keine Neueröffnungen von Internet Cafés zulassen. Eine entsprechende Anordnung ist von 14 Ministerien und Behörden unterzeichnet worden.

Die existierenden Internet Cafés in China erfreuen sich großer Beliebtheit bei der Bevölkerung, vor allem bei den jüngeren Chinesen. Diese verbringen dort oft Stunden mit Surfen, Online-Spielen sowie dem Download von Musik und Videos. Der Regierung sind sie hingegen ein Dorn im Auge. Deshalb sollen in diesem Jahr keine Genehmigungen zur Einrichtung neuer Internet Cafés erteilt werden.

Baumaßnahmen zur Einrichtung zuvor bereits genehmigter Internet Cafés müssen bis Mitte des Jahres abgeschlossen werden. Unter den 14 Ministerien und Behörden, die diese Anordnung gegengezeichnet haben, sind zum Beispiel das Finanzministerium und das Ministerium für Öffentliche Sicherheit.

Die Regierung der Volksrepublik China will offenbar die Zahl der Internet Cafés überschaubar halten, um sie besser kontrollieren zu können. Weitere Einrichtungen dieser Art, die keine offizielle Lizenz besitzen, sollen geschlossen werden, wiederholt die Regierungsanordnung. Ein freier Zugang zum weltweiten Internet ist auch in lizenzierten Internet Cafés nicht möglich, da Web-Inhalte der Zensur unterliegen und an zentralen Knotenpunkten gefiltert werden.

Chinas Große Firewall entzaubert (PC-WELT Online, 06.07.2006)

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