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Vorerst kein Windows-System für Supercomputer

06.04.2005 | 15:12 Uhr |

Die Entwicklung von Windows Server für Supercomputer verzögert sich. Die erste Betaversion soll zudem nicht Intels Itanium 2 unterstützen.

Microsoft hat das Erscheinen von "Windows Server for high performance computing" (HPC) auf die erste Jahreshälfte 2006 verschoben. Damit bleiben Unix und Linux auf dem Gebiet der Supercomputer vorerst ohne Konkurrenz aus Redmond.

Die Entwickler benötigen mehr Zeit, war von Microsoft zu hören. Mit der ersten Betaversion – sie hört auf den Namen "Windows Server 2003 Compute Cluster Edition (CCE)" – sei zudem in der zweiten Hälfte 2005 zu rechnen. Windows Server 2003 CCE soll, wenn es denn endlich da ist, zunächst nur x86-Prozessoren mit 64-Bit unterstützen, nicht aber Intels Itanium 2. Allerdings denkt Microsoft auf Druck der Server-Produzenten darüber nach, im zweiten Release von Windows Server 2003 CCE auch Itanium-Support zu integrieren.

Ursprünglich sollte die erste Beta von Windows für Supercomputer bereits Ende 2004 erscheinen, wurde dann aber auf März/April 2005 verschoben. Das Final Release war dann für Ende 2005 geplant.

Im November hatte Microsoft ein Software Development Kit (SDK) für die neue Windows Server-Version veröffentlicht. Jetzt plant das Unternehmen eine zweite, überarbeitete Version des SDK für Mitte 2005. Mit dem SDK können Software-Hersteller und Server-Betreiber einen ersten Blick auf die neue System-Architektur erhaschen.

Mit der Verzögerung bei der Einführung von Windows Server HPC muss Microsoft eine Schlappe im Wettbewerb mit Linux & Co. einstecken. Den Markt der Supercomputer beherrschen derzeit nämlich Unix- und Linuxsysteme mit 64-Bit-Technologie. Außerdem bietet Apple mit dem Xserve G5 Server ein solches System an.

Server-Markt: Linux und Windows Kopf an Kopf (PC-WELT Online, 06.04.2005)

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