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Nokia liebäugelt mit Umsatzbeteiligungen

12.12.2007 | 09:58 Uhr |

Wie einige Mobilfunkunternehmen bereits befürchteten, könnte das Umsatzbeteiligungsmodell von Apple Schule machen - Nokia legt nun vor.

Das Vertriebsmodell von Apples iPhone, in dessen Rahmen der Hersteller geschätzte 30 Prozent Beteiligung an getätigten Datenumsätzen erhält, scheint nun auch auf die klassischen Handyhersteller überzuschwappen. Mobilfunkanbieter hatten das Modell von Anfang an sehr kritisch beurteilt und entsprechende Aktionen großer Hersteller befürchtet. Nokia scheint nun tatsächlich Anstrengungen in diese Richtung zu unternehmen: „Wenn wir neue Dienste bereitstellen, ist eine Umsatzbeteiligung durchaus möglich", sagte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Bezüglich Handys will das Unternehmen aber beim alten Geschäftsmodell bleiben.

Passend zu dieser Ankündigung treibt Nokia derzeit verstärkt die Entwicklung von eigenen Diensten voran. Dazu zählt beispielsweise das jüngst angekündigte „Comes with music"-Programm für bestimmte Modelle. In dessen Rahmen können Kunden ein Jahr lang kostenlos Musik des Publishers Universal Music auf ihr Handy laden. Zudem arbeitet Nokia an der „Ovi"-Plattform, die zum Vertrieb von Musik und Spielen dienen soll. Kallasvuo betonte, dass man auch weiterhin Unternehmen aus den Bereichen Internet-Communities, Navigation und Unterhalten aufkaufen wolle. Erst in diesem Jahr hatte Nokia mit Navteq den größten Anbieter digitalen Kartenmaterials für Navigationssysteme übernommen.

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