85310

Cloud-Computing und Cloud-Sicherheit

27.04.2009 | 16:35 Uhr |

Eine Analyse von Kaspersky Lab erläutert Vor- und Nachteile von Cloud-Computing, speziell unter dem Aspekt des Einsatzes bei Antivirus-Software. Immer mehr Sicherheitsprodukte setzen auf diese gar nicht so neue Technik.

Das neue Buzz-Word am Ende dieses Jahrzehnts ist "Cloud-Computing", nach "Web 2.0" in den letzten Jahren. Doch was steckt dahinter und welche Sicherheitsrisiken verbinden sich damit? Eine Analyse von Kaspersky Labs soll die Wolke etwas durchsichtiger machen. Sie stellt Cloud-Computing und Cloud-Sicherheit gegenüber, um die Unterschiede und Risiken zu erläutern.

Immer mehr Antivirusprodukte setzen auf "Security in the Cloud" und preisen die Vorteile. Grund dafür sind die rasant angewachsene Anzahl täglich neu entdeckter Malware-Varianten. Selbst mit mehrmals am Tag aktualisierten Virensignaturen kommen Antivirushersteller kaum noch hinterher. Der Ausweg sollen Antivirus-Server im Internet sein, mit denen ein Virenscanner auf dem PC einen Fingerabdruck einer verdächtigen Datei abgleicht.

Magnus Kalkuhl vom russischen Antivirushersteller Kaspersky Lab hat eine Analyse veröffentlicht, die auf die Vor- und Nachteile dieser Methode eingeht. Wie Kalkuhl erläutert, ist die Anzahl der Virensignaturen in herkömmlichen Antivirusprodukten in den letzten Jahren exponentiell angestiegen. Waren es im Jahr 2005 noch weniger als 200.000, sind es inzwischen etwa zwei Millionen.

Der wesentliche Vorteil der als Cloud-Sicherheit bezeichneten Verlagerung von Ressourcen ins Internet sind schnellere Reaktionszeiten auf neue Malware. Zugleich wird der Rechner entlastet, denn er muss nicht in gleichem Maße wie bislang regelmäßig große Datenmengen herunter laden, um den Virenscanner aktuell zu halten. Außerdem wird das CPU-intensive Scannen verdächtiger Dateien reduziert.

Ein Nachteil dabei ist, dass der zu schützende Rechner praktisch permanent online sein muss. Ein weiteres Problem kann die Zunahme von Fehlalarmen sein. Dagegen können Datenbanken mit bekanntermaßen sauberen Programmdateien helfen, die Antivirushersteller pflegen müssen.

Magnus Kalkuhl prognostiziert, dass bereits am Ende dieses Jahres eine breite Akzeptanz von Cloud-Sicherheitsdiensten sowohl bei Unternehmen als auch bei privaten Anwendern erreicht wird. Die komplette Analyse "Freier Blick für die Zukunft: Cloud-Computing und Cloud-Sicherheit" finden Sie in deutscher Übersetzung auf der Kaspersky-Website viruslist.com .

0 Kommentare zu diesem Artikel
85310