Vor dem iPhone

iCar - Apple dachte kurz über Auto-Bau nach

Montag, 06.08.2012 | 17:47 von Hans-Christian Dirscherl
Philip Schiller ist Senior Vice President of Worldwide Marketing bei Apple
Vergrößern Philip Schiller ist Senior Vice President of Worldwide Marketing bei Apple
© Apple
Bevor Apple das iPhone entwickelte, dachte der Konzern tatsächlich auch einmal darüber nach, ein eigenes Auto zu bauen. Das verriet jetzt ein führender Apple-Manager.
Im Rahmen der Patentstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung kommen kuriose Details ans Licht, wie die New York Times in ihrem Weblog schreibt. So verriet Philip W. Schiller, Senior Vice President für das weltweite Produkt-Marketing bei Apple und damit der bisher ranghöchste Apple-Mitarbeiter, der im Patentstreit vor Gericht geladen wurde, über welche neuen Produkte Apple nachdachte, bevor es schließlich das iPhone entwickelte.

Gedankenspiele vor dem iPhone-Start

“Apple war seit Jahren für den Mac bekannt”, führte Schiller aus. Dann landete Apple einen großen Erfolg mit dem iPod. Der iPod habe den Blick ins Unternehmen und nach Außen verändert. Apple habe daraufhin begonnen nach anderen Produkten Ausschau zu halten, die es bauen könnte. So ziemlich jede Idee habe man bei Apple durchdacht: „Eine Kamera zu entwerfen oder sogar ein Auto zu bauen – verrücktes Zeug“, wie Schiller findet. Das wäre dann sozusagen das iCar geworden. Zum Autobauer wurde Apple dann aber bekanntlich doch nicht – angesichts der heutigen Überkapazitäten auf den Automarkt und der ohnehin eher schlichten Qualität, die für US-Autos typisch ist, dürfte das kein Verlust sein.

Der Weg zum iPhone

Denn man habe bei Apple erkannt, dass die damaligen Handys keine guten Unterhaltungsgeräte waren. Zugleich habe man damals bereits an einem Tablet-Gerät gearbeitet, aus dem schließlich das iPad wurde. Das zusammen habe schließlich zur Entwicklung des ersten iPhones geführt.

Kurios: Apple habe erst gar nicht die Marketingtrommeln für das iPhone rühren müssen. Es habe völlig ausgereicht, dass man der Presse erlaubt habe, über das iPhone zu schreiben. Das hätte die Neugier der Menschen ausreichend geweckt. Das habe sich dann aber bald geändert und Apple hat dann schnell den Werbeetat für das iPhone deutlich ausgebaut: Im Jahr 2008 gab Apple 97,5 Millionen US-Dollar in den USA für Werbung aus, 2009 waren es bereits 149,6 Millionen Dollar, die in die iPhone-Werbung flossen.

Montag, 06.08.2012 | 17:47 von Hans-Christian Dirscherl
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