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Vom Festnetz aufs Handy - das ist teuer?

...aber nicht mehr lange! Die Bundesnetzagentur hat beschlossen, bis zum Ende des Jahres 2006 die Interconnection-Gebühren zu senken. Diese erhalten die Netzbetreiber für jeden Anrufer, der aus dem Festnetz ein Handy anwählt.

Derzeit liegen T-Mobile und Vodafone bei 11 Cent pro Minute, E-Plus und o2 kassieren 12,4 Cent pro Minute für jeden Anrufer, der ihnen "ins Netz" geht. Innerhalb seines eigenen Netzes ist dagegen jeder Anbieter Monopolist, sodass die Gesprächspreise zwischen den Mobilfunknetzen derzeit keiner Regulierung unterliegen und man hier zunächst keine nennenswerten Schwankungen erwarten kann. Der Netzagentur sind die nicht den Gesetzen des Marktes unterliegenden Preise allerdings ein Dorn im Auge, sodass man nicht ausschließen kann, dass der Gesetzgeber mittelfristig eine Regulierung der Betreiber durchsetzt.

So berichtete die Tageszeitung FAZ am Wochenende, dass die Interconnection-Gebühren bei T-Mobile und Vodafone auf unter 10 Cent pro Minute sinken sollen. E-Plus und o2 sind ebenfalls angewiesen, ihre Preise für Verbindungen vom Festnetz aufs Handy zu senken. Im Falle der beiden kleineren Netzbetreiber lässt die Netzagentur Gnade vor Recht ergehen: sie dürfen ihre Preise auf einem höheren Nivau halten. Wie die Agentur bei der Senkung der Gebühren vorgehen wird, ist noch nicht ganz klar. Rückenhalt bekommt die Behörde aus Brüssel, wo man sich ebenfalls für eine Reduzierung der Interconnection-Gebühren ausgesprochen hat.

Mehr Informationen:
» Tarifübersicht bei AreaMobile.de
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