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Volkswagen vergibt Teil seines Ersatzteilprojekts an IBM

17.01.2007 | 13:53 Uhr |

Das Application-Management wurde bislang von T-Systems erbracht.

Die Anwendungsunterstützung für das Ersatzteilsystem "ET2000" der Volkswagen AG, das rund 25 auf die Prozesse des Konzerns angepasste SAP-R3-Systeme, umfasst, wird ab 1. März 2007 nicht mehr von dem T-Systems-Geschäftsbereich "Industry Line Automotive" (ehemals Gedas) am Standort Kassel, sondern von IBM erbracht. Wie ein anonymer T-Systems-Mitarbeiter der COMPUTERWOCHE mitteilte, ist Volkswagen zwar mit den erbrachten Leistungen zufrieden, IBM habe aber ein preisgünstigeres Angebot vorgelegt.

VW-Sprecher Jürgen Kornmann wollte sich zu den Gründen des Wechsels nicht äußern. Er erklärte aber, es sei vollkommen normal, dass das Application-Management für das ET2000-System regelmäßig neu ausgeschrieben werde. Zudem handle es sich nur um einen Teilbereich des ET2000-Projekts. Alle übrigen Aufgaben, also der internationale Rollout von ET2000 sowie die prozess- und technikbezogenen Beratungs- und Projektleistungen, würden auch weiterhin von T-Systems betreut.

Trotz der Vergabe des Application-Managements an IBM will T-Systems nach den Worten von Firmensprecher Stefan König an der Strategie festhalten, die Ersatzteillogistik als zentralen Baustein im Dienstleistungsangebot für die Automobil- und Fertigungsindustrie weiterzuentwickeln. Der Standort Kassel sei daher nicht in Gefahr, er werde weiter zu einem Zentrum für das Ersatzteile-Management ausgebaut. König verwies zudem darauf, dass T-Systems durch die Übernahme von Gedas vor einem Jahr Volkswagen als Großkunden gewonnen habe und sich dadurch einen Rahmenvertrag über IT-Leistungen im Wert von 2,5 Milliarden Euro konnte. (sp)

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