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Volkswagen: 6000 Hackerangriffe pro Woche

18.08.2016 | 15:13 Uhr |

Volkswagen registriert 6000 Hackerangriffe pro Woche. VW arbeitet deshalb mit Allianz, Bayer, BASF und anderen deutschen Konzernen bei der Hackerabwehr zusammen.

Wie die FAZ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wird die IT von Volkswagen pro Woche 6000 Mal angegriffen. Die FAZ zitiert Martin Hofmann, den CIO des Wolfsburger Autobauers, folgendermaßen: „Wir haben jede Woche rund 6000 Angriffe aus dem Internet, die wir abwehren“. Die Zahl der Angriff habe deutlich zugenommen, „vor gar nicht allzu langer Zeit waren es gerade mal 6000 im Jahr“, sagt Hofmann.

Hofmann verriet dabei aber nicht, wie genau diese Hackerangriffe aussehen und ob VW das Scannen eines zu Volkswagen gehörenden IP-Adressenbereichs mit einem Portscanner wie Nmap beziehungsweise das gezielte Anpingen von IP-Adressen bereits als Angriff zählt. Viele Angriffe erfolgen aber nach wie vor mit Viren und Trojanern. Der Anteil von Spam würde die Zahl der regulären Mails bereits übertreffen.

Volkswagen, das mit 40.000 Programmieren gegen Apple und Google kämpft, steht mit dem Problem der steigenden Cyberkriminalität nicht allein da, praktisch alle deutschen Konzerne berichten über zunehmende Cyberattacken. Die dabei erbeuteten Daten und Informationen würden dann im Darknet weiterverkauft.

Martin Wülfert, Vorstandschef der 2015 von Allianz, Bayer, BASF und Volkswagen gegründeten Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO), spricht in diesem Zusammenhang von einer riesigen Cybercrime-Industrie, deren Umsatz und Gewinn denen der internationalen Drogenkartelle mit ihren jährlich rund 400 Milliarden Dollar in nichts nachstünde. Der volkswirtschaftliche Schaden in Deutschland soll sich geschätzt auf 45 Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Das sind 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Das Problem verschärft sich noch mit dem Internet der Dinge und dem automatisierten Autofahren . Volkswagen arbeite deswegen an Monitoren, die dem Fahrer Angriffsversuche von außen melden sollen.

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