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VoiceStream-Übernahme perfekt

02.05.2001 | 11:26 Uhr |

Powerfrau Jamie Lee Curtis wird im Team Telekom für Tempo sorgen. Die 42-jährige Schauspielerin ist Werbestar des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream, dessen Übernahme durch die Deutsche Telekom nach einem neunmonatigen Genehmigungsverfahren jetzt perfekt ist.

Powerfrau Jamie Lee Curtis wird im Team Telekom für Tempo sorgen. Die 42-jährige Schauspielerin ist Werbestar des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream, dessen Übernahme durch die Deutsche Telekom nach einem neunmonatigen Genehmigungsverfahren jetzt perfekt ist. Das Team von Ron Sommer fuhr zwar in Europa in der Spitzengruppe mit, war bisher jedoch noch nicht auf dem weltgrößten Telekommunikationsmarkt der USA vertreten.

In den USA gelten die Mobilfunkwege noch als bruchstückhaft: So könne es passieren, dass ein Außendienstmitarbeiter einer New Yorker Firma beim Kundenbesuch in New Jersey nicht auf dem Handy erreichbar sei, beschreibt Sommer die Zersplitterung des US-Marktes. Auch die mobile Einwahl in das firmeneigene Intranet sei für zahlreiche Angestellte noch ein Traum. Schwer vorstellbar für Europäer, die dank des einheitlichen Mobilfunkstandards GSM von Helsinki bis Palermo erreichbar seien.

Um so lohnender erscheint der Auftritt in Übersee: Bis Ende 2003 werden nach einer Marktprognose acht von zehn US-Bürgern ein Handy besitzen. Gegenwärtig sind es erst 40 Prozent. Mittelfristig seien einschließlich Firmen-Handys sogar 100 Prozent vorstellbar. Damit könnten in den USA mehr Neukunden gewonnen werden als in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammengenommen, rechnen sich die Bonner aus. Über ihre Beteiligungen decke die Deutsche Telekom AG Märkte ein Potenzial von einer halben Milliarde Menschen ab.

Beim Markteintritt in den USA setzt Team-Chef Ron Sommer auf den bewährten GSM-Standard. Die in Belleveue, US-Bundesstaat Washington, beheimate Gesellschaft VoiceStream verfüge als derzeit einzige über ein nahezu flächendeckendes GSM-Netz. Ein Vorteil, der nach Sommers Worten "gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann". Wie Vodafone will die Deutsche Telekom eine globale Mobilfunk-Marke mit globalen Produkten aufbauen.

Wie hoch das "Startgeld" in den USA ausfällt, steht noch nicht fest. Die Telekom-Leute bieten den Voicestream-Aktionären für einen Anteilsschein 3,2 eigene Aktien und eine Barzahlung von bis zu 30 Euro an. Die Details hängen vom Kurs der T-Aktie ab. Durch die Talfahrt der T-Aktie sank das Transaktionsvolumen von umgerechnet 100 Milliarden Mark im Juli vergangenen Jahres auf jetzt etwa 70 Milliarden Mark. Sollte die T-Aktie auch weiterhin unter 33 Euro bleiben, könnten die VoiceStream-Aktionäre unter Umständen den Preis nachverhandeln. (PC-WELT, 02.05.2001, dpa/ lmd)

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