1752998

Vodafone streicht 500 Arbeitsplätze

17.04.2013 | 06:53 Uhr |

Vodafone will in Deutschland 500 Arbeitsplätze streichen. Stattdessen setzt der Mobilfunkanbieter auf Arbeitskräfte in Rumänien und Indien.

Ein "umfassendes Restrukturierungsprogramm": So nennt Vodafone die Konsequenzen, die das Unternehmen wegen der harten Konkurrenz auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zieht. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet , will der Mobilfunkanbieter im Zuge dessen unter anderem 500 Stellen abbauen, die durch Arbeitskräfte in Rumänien und Indien ersetzt werden. Ebenfalls Bestandteil der Sparmaßnahmen sei eine deutliche Absenkung der Einstiegsgehälter. Nur so sei die Zukunft von Vodafone in Deutschland zu sichern.

Betroffen vom Stellenabbau sind nahezu alle Bereiche des Unternehmens, unter anderem die Netztechnik, die IT und die Kundenbetreuung. Netzplanung und -betrieb sollen demnach künftig vom 2012 neu eröffneten Standort in Düsseldorf-Heerdt aus gesteuert werden. Andere Arbeitsfelder, etwa die Netzüberwachung, will Vodafone jedoch komplett aus Deutschland verbannen. Sie soll künftig von Rumänien aus erfolgen. Einige Aufgaben wandern sogar nach Indien.

Vodafones Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum hat außerdem bekanntgegeben, das Lohnniveau des Konzerns senken zu wollen, das aktuell "deutlich über dem Marktniveau" liege. Als Basis dafür dienen eigene Servicegesellschaften für die Kundenbetreuung. Für die derzeit Angestellten versprach Schulte-Bockum allerdings einen Bestandsschutz der aktuellen Gehälter.

Schon in wenigen Monaten sollen die geplanten Maßnahmen von Vodafone in Kraft treten. Zuvor wolle man aber mit den Arbeitnehmervertretern diskutieren und nach Lösungen für die Betroffenen suchen. Eine Alternative zu den Plänen gebe es allerdings nicht, stellt Schulte-Bockum klar.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1752998