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Vodafone steigt mit Telsim Übernahme in türkischen Markt ein

04.04.2006 | 17:14 Uhr |

Im vergangenen Jahr hatte die türkische Regulierungsbehörde das Aktienpaket des mit 9,4 Millionen Kunden zweitgrößten türkischen Netzbetreibers Telsim (Marktanteil 25 Prozent) beschlagnahmt und es für einen Startpreis von 2,8 Milliarden US-Dollar zur Versteigerung gestellt. Zu den Interessenten gehörte auch der britische Mobilfunkkonzern Vodafone, der seine Position in Schwellenländern gezielt ausbauen will. Insbesondere die Türkei gilt dabei aufgrund ihres hohen Wirtschaftswachstum als attraktiver Markt für ausländische Investoren ? zudem steckt die türkische Telekommunikationsbranche derzeit in einer Umbruchphase.



Für ein Gebot von 4,55 Milliarden US-Dollar hat Vodafone nun den Zuschlag erhalten, nachdem andere Wettbewerber wie France Telecom oder Telenor bereits früh aus dem Bieterrennen ausgestiegen waren. Von dem Erlös sollen die Schulden von Telsim in Höhe von rund drei Milliarden Euro getilgt werden, die die ehemaligen Eigentümer der türkischen Unternehmer-Familie Uzan nicht mehr begleichen konnten. Auch der finnische Handy-Konzern Nokia hat noch offen stehende Forderungen an Telsim und soll nun aus dem Verkaufserlös bedient werden.

Im Zuge der Übernahme muss Vodafone 400 Millionen US-Dollar Mehrwertsteuer zahlen, dieser Betrag könne aber mit künftigen Verpflichtungen Telsims verrechnet werden. Vodafone erwartet, dass die Übernahme im 1. Quartal 2006 abgeschlossen ist, obwohl sie noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und des staatlichen Einlagensicherungsfonds TMSF steht.

Mehr Informationen:
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