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Vodafone präsentiert gute Zahlen aber schlechten Ausblick

04.04.2006 | 16:30 Uhr |

Als letzter der vier deutschen Netzbetreiber stellte Vodafone seine weltweiten Halbjahreszahlen in London vor. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ? Ebitda ? betrug für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 6,7 Milliarden Pfund (Vorjahr 6,62 Mrd. Pfund) bzw. knapp 10 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte von 16,74 Milliarden Pfund im Vorjahreszeitraum auf 18,25 Milliarden Pfund (rund 27 Mrd. Euro) - mehr als Experten zuvor prognostiziert hatten. Schlecht hingegen schnitt Vodafone bei der Gewinnspanne ab, die sich im Vergleich zu 2004 von 39,4 auf 37,9 Prozent verschlechterte.





Bei den Neukunden konnte Vodafone weltweit 10 Millionen neue Nutzer in seinen Netzen begrüßen, so dass das britische Mobilfunkunternehmen nun eine Gesamtkundenzahl von 171 Millionen Kunden vorweisen kann. In Deutschland gewann das D2-Netz in den Monaten Juli bis September 539.000 neue Telefonierer, was fast exakt der Neukundenzahl von T-Mobile entspricht. Einzig o2 konnte in Deutschland etwas mehr Kunden gewinnen und sich so gegenüber den anderen Mobilfunkern, allen voran gegenüber E-Plus , die mit ihrer Markenstrategie simyo und base nur 327.000 neue Kunden gewinnen konnten, behaupten. Wehrmutstropfen bei o2 ist jedoch der geringe Anteil von neuen Vertragskunden (insgesamt 192.000) an den 558.000 Neukunden. Somit telefonieren in Deutschland schon 28,26 Millionen Menschen über Vodafone, wobei T-Mobile mit 28,7 Millionen Kunden in seinem D1 Netz noch immer Marktführer ist.

Auch das Vodafone UMTS-Geschäft kommt langsam in die Gänge: Nutzen in Deutschland 815.000 Kunden das 3G-Netz (Vorjahr 287.000), sind es weltweit immerhin schon 4,94 Millionen Vodafone-UMTS-Kunden. Sehr stark zulegen konnte die lange Zeit argwöhnisch beäugte Tochter Arcor, die ihre DSL-Kundenzahl auf 863.000 steigern konnte.

Beim Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Vodafone seine Prognose eines Umsatzwachstums zwischen 6 und 9 Prozent. Für das folgende Geschäftsjahr hingegen stellten die Briten Rückgänge des Cash-Flows, der Mobilfunkerlöse und der Gewinnmargen in Aussicht.

Mehr Informationen:
» Quartalsergebnisse von T-Mobile , E-Plus und o2

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