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Vodafone: UMTS-Handys, RadioDJ und neue MobileTV-Kanäle

Vodafone will sich seinen Ruf als service-stärkster und größter UMTS-Anbieter Deutschlands nicht durch T-Mobiles Vorsprung beim HSDPA-Ausbau verwässern lassen. Das Unternehmen startet heute viele neue Dienste, die UMTS seine Daseinsberechtigung geben. Der Düsseldorfer Betreiber verrät außerdem, auf welche neuen UMTS-Geräte man sich freuen kann.

Netzbetreiber Vodafone geizt bei der diesjährigen CeBit nicht mit Präsentationen, die diesmal vor allem unter einem Stern stehen: UMTS. So stellte das Unternehmen gleich drei neue Vodafone live!-Handys vor, die allesamt über einen MP3-Player, eine integrierte Digitalkamera sowie über Videotelefonie-Funktion verfügen, und von denen mindestens eines noch im März verfügbar sein soll.Zum einen wäre da das Nokia 6234 , das exklusiv für den Netzbetreiber entworfen wurde und alle live!-Dienste, wie z.B. Music-Downloads oder MobileTV unterstützt. Zweites Handy in der Riege der von Vodafone vorgestellten UMTS-Mobiltelefone ist das EF81 vom deutsch-taiwanischen Joint-Venture BenQ-Siemens , dessen flaches Magnesium-Gehäuse eine 2-Megapixel-Kamera, GPS-Empfänger und ein 320x240 Pixel großes Innendisplay integriert.

Last but not least kommt das dritte Handy von den Koreanern von Samsung . Das Samsung SGH-Z540 V kommt im schlichten schwarz und mit Maßen von 99 x 51 x 15 mm sehr schlank daher. Wie auch die beiden anderen Handys bietet es alles, was das UMTS-Herz begehrt, u.a. Mobile TV und Videotelefonie.

Darüber hinaus präsentiert Vodafone mit dem Samsung SGH-ZV50 auf der CeBit den Prototypen eines HSDPA-Mobiltelefons in ihrer Future Zone. Der Folder unterscheidet sich dabei äußerlich kaum von anderen im Handel befindenen UMTS-Hand und beherbergt im Innern eine HSDPA-Komponente. Laut Samsung ist das SGH-ZV50 nicht baugleich mit dem SGH-Z560 , das Samsung auf der 3GSM World vorstellte. Das Gerät ist mit einer 2-Megapixel-Kamera ausgestattet und besitzt Außentasten für die Bedienung des Musikplayers, 35 MB internen Speicher und einen microSD-Slot sowie ein QVGA-Display mit 2-Zoll Fläche und 262.144 Farben. Das Samsung SGH-ZV50 wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2006 exklusiv bei Vodafone erscheinen.

Alle Technikwunder dieser Welt würden keinen Sinn machen, wenn die Netzbetreiber nicht entsprechende Services anbieten würden, die von der Technologie profitieren. Kein Wunder also, dass der Netzbetreiber sein MobileTV-Angebot heute um sieben Programme auf nunmehr insgesamt 30 Kanäle und zudem um eine Zapping-Funktion erweitert hat.

So findet man nun auch Kultserien, wie "Sex and the City" oder "Gilmore Girls" im MobileTV-Programm des Mobilfunkunternehmens. Doch nicht nur Frauen kommen auf ihre Kosten, auch FOX' Serienhit "24" um den CTU-Agenten Jack Bauer lassen die Herzen von Action-Fans höher schlagen. Musikfans werden wohl eher "VIVA" einschalten. Der Musiksender überträgt neben aktuellen Hitclips auch Shows wie den Karaoke-Contest Shibuya aufs Handy-Display. Einen Mix aus Nachrichten, Reportagen, Magazinen und lustigen Clipcharts bietet dagegen "kabel eins".

Was gerade auf welchem Kanal läuft, wird in einer Programmvorschau angezeigt. Außerdem gibt die Startseite des Vodafone live!-Portals Tipps und Hinweise für die TV-Highlights des Tages. Auf der CeBIT zeigt Vodafone außerdem, wie der Komfort beim datenbasierten Handy-Fernsehen steigen soll: Wie auf der heimischen TV-Fernbedienung werden im Display Buttons mit den wichtigsten Funktionen angeboten, zum Beispiel zur Regulierung der Lautstärke, zum Vergrößern des Bildes auf die ganze Display-Fläche oder ein Button für schnelles Zappen zwischen den Kanälen. Letztgenanntes Feature ist übrigens aufgrund des dem MobileTV eigenen Streaming-Verfahrens eine beachtliche Leistung des Netzbetreibers: die Umschaltvorgänge sollen blitzschnell vonstatten gehen.

 

Das Programm einiger Basiskanäle bleibt innerhalb der Tarife Vodafone UMTS-MinutenPakete Plus kostenfrei. Kostenpflichtig ist seit dem 1. März 2006 das Ansehen der so genannten TopEntertainment-Kanäle. Wer gerne fernsieht, kann mit einer neuen TV-Flatrate aber schon für 10 Euro extra im Monat unbegrenzt unterwegs einschalten. Alternativ können auch Monatspakete mit einer Stunde und zwei Stunden MobileTV inklusive erworben werden. Mit dem kleineren Monatspaket kann man dann für 3 Euro extra pro Monat seine Lieblingssendungen verfolgen, für das Zwei-Stunden-Paket fallen 5 Euro extra an. Ist das Inklusivvolumen aufgebraucht, werden für die darüber hinausgehende Nutzung von MobileTV 0,75 Euro pro 5 Minuten berechnet.

Weniger etwas auf die Augen, als auf die Ohren gibt es dagegen beim heute gestarteten UMTS-Musikdienst Vodafone Radio DJ, über den wir bereits Anfang Januar berichteten. Er ermöglicht dem Hörer nicht nur die Wahl zwischen voreingestellten Genreprogrammen, sondern bietet auch die Möglichkeit je nach Stimmung, Musikstil, Wertung und Zeitraum seinen eigenen Musiksender zu "kreieren". Songs, die einem besonders zusagen, können per MusicDownload-Funktion gekauft und in MP3-Qualität heruntergeladen werden.

Die Kosten für den UMTS-basierten Musikdienst belaufen sich auf 9,99 Euro im Monat für eine Radio-Flatrate oder probeweise 1,49 pro Stunde. Zum Start wird der voll funktionale Vodafone Radio DJ-Client ausschließlich für S60-basierte Handys zur Verfügung stehen. Im Angebot bei Vodafone sind das Nokia 6630 , Nokia 6680 , N70 und N91 , Geräte anderer Hersteller sollen folgen.

In leicht abgewandelter und auf normale Web-Funktionen aufbauenden Version lässt sich das RadioDJ-Angebot auch mit allen anderen UMTS-Geräten empfangen. Wie schon beim MobileTV kann der Radio DJ mit dem Handy überall dort genutzt werden, wo ein UMTS-Netz von Vodafone zur Verfügung steht - derzeit sind das über 1800 deutsche Städte.

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