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Vodafone, Telekom und Telefonica zahlen 5,1 Milliarden für Mobilfunkfrequenzen

19.06.2015 | 14:50 Uhr |

Die Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen in den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz ist zu Ende. Fast 5,1 Milliarden Euro bezahlen Vodafone, Deutsche Telekom und Telefonica Deutschland an die Bundesrepublik Deutschland.

Heute ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble endlich mal wieder gut gelaunt. Nicht etwa, weil der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras samt seinem Finanzminister Yanis Varoufakis zu Kreuze gekrochen wäre. Nein: Sondern weil die Bundesnetzagentur fast 5,1 Milliarden Euro eingenommen hat, wie die Bundesnetzagentur hier mitteilt. Die Bundesnetzagentur hat nämlich wieder einmal Mobilfunkfrequenzen versteigert. In den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz und im Umfang von insgesamt 270 MHz.

Die Frequenzen aus den Bereichen bei 900 MHz und 1800 MHz wurden von den Mobilfunk-Unternehmen bereits genutzt, deren Lizenzen liefen aber nächstes Jahr aus. Die Bundesnetzagentur hat diese Lizenzen deshalb neu versteigert.

Die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich werden bislang für terrestrisches Fernsehen (DVB-T) genutzt. Durch die Umstellung auf DVB-T2 (das Ganze wird als Digitale Dividende II bezeichnet) werden sie frei und können für mobiles Breitband genutzt werden, wie die Bundesnetzagentur erklärt.
 
Im Zeitalter von LTE/4G sind die jetzt versteigerten Frequenzen ein Riesenschatz, um den sich dann vor allem Vodafone und die Deutsche Telekom heftig gebalgt haben. Aber auch Telefonica Deutschland (O2, E-Plus) kam zum Zug. Alle drei Mobilfunk-Unternehmen zusammen legten exakt 5.081.236.000 auf den Tisch.
 
Den größten Batzen bezahlte Vodafone mit 2.090.842.000 Euro. Mit 1.792.156.000 Euro war die Deutsche Telekom mit von der Partie. Telefonica Deutschland schließlich gab mit 1.198.238.000 Euro am wenigsten Geld aus. Aber dieser Anbieter dürfte durch die Zusammenlegung der Netze von O2 und E-Plus ohnehin eine für seine Kunden bisher ungewohnte Abdeckungsqualität erreicht haben. Das detaillierte Ergebnis der Versteigerung inklusive aller Rundenergebnisse hat die Bundesnetzagentur hier aufgeführt.
 
Die Versteigerung in Mainz ging über 16 Auktionstage und 181 Runden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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