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Vodafone: Kosten in Deutschland müssen reduziert werden

Vodafone wird in Deutschland im laufenden Geschäftsjahr vermutlich den Rotstift ansetzen und die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 9300 verringern.

Der weltweit größte Netzbetreiber Vodafone Group wird in Deutschland vermutlich seine laufenden Kosten reduzieren müssen, um die fallenden Preise am Mobilfunkmarkt auszugleichen. Bislang sei noch keine Einigkeit über den finanziellen Umfang der Einsparungen getroffen worden, vermutlich ist mit näheren Informationen am 30. Mai zu rechnen, wenn der Anbieter seine Bilanz für das erste Quartal 2006 vorlegt. Laut Medienberichten sei mit einer Verringerung der Regionalgesellschaften zu rechnen, vor allem der technische Bereich habe zur Zeit einen starken personellen Überhang.

Es ist davon auszugehen, dass Vodafone die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 9300 Angestellten senken wird, dabei wird es den Berichten zufolge jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen geben. In einer Umstrukturierung sollen die betroffenen Mitarbeiter aus den Bereichen Callcenter, Netzbau und Netzplanung in andere Teile eingegliedert werden. "Es wird jetzt geschaut, wie die Mitarbeiter umgeschult und weitergebildet werden können", so ein Sprecher des Unternehmens.

Ende Februar hatte Vodafone angekündigt, im laufenden Geschäftsjahr Beteiligungen in Japan, Italien und vor allem in Deutschland im Wert von rund 41 Milliarden Euro abschreiben zu wollen, die hohe Bewertung der deutschen Tochter führt der Konzern auf die Mannesmann-Übernahme im Jahr 2000 zurück. Diese sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als die Aktienkurse im Telekom-Sektor noch sehr viel höher lagen als in der Gegenwart.

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