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Vodafone Japan: Spekulationen um Verkauf halten an

Während die Verkaufsgespräche von Vodafone K.K. bereits aus London bestätigt wurden, halten sich die Gerüchte über eine vollständige Übernahme von Vodafone standhaft. Den Aktionären des britischen Netzbetreibers wird dieser Gedanke sicher nicht gefallen.

Die Spekulationen um den Verkauf der japanischen Mobilfunk-Tochter des britischen Netzbetreibers Vodafone reißen nicht ab. Bereits in der vergangenen Woche hatten wir über die Avancen des Internet-Konzerns Softbank berichtet , welcher 14,3 Milliarden Euro für eine Übernahme bietet. Laut eines Berichts der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg haben zwei weitere Unternehmen ihr Interesse an dem Mobilfunk-Ableger geäußert, bislang wollten sich die US-Firmen Cerberus Capital Partners LP und Providence Equity Partners Inc. nicht zu diesem Thema äußern.

Das Angebot beläuft sich Berichten zufolge auf 12,75 Milliarden Euro. Der aktuelle Marktanteil von Vodafone K.K. liegt auf dem japanischen Markt bei 17 Prozent, damit würde ein potenzieller Käufer zum drittgrößten Mobilfunk-Anbieter des Landes aufsteigen. Während Vodafone K.K. zur Zeit 15,1 Millionen Kunden betreut, zählt der Marktführer NTT DoCoMo einen Kundenstamm von 50,7 Millionen Verbrauchern, KDDI kommt auf etwa 25 Millionen Kunden.

Doch nicht nur das Japan-Geschäft wird derzeit mit großem Interesse von den Wirtschaftsmärkten beobachtet, auch der Mutterkonzern selbst soll laut eines Berichts der britischen Zeitung "The Mail of Sunday" die Blicke von Investoren auf sich gezogen haben ( AreaMobile berichtete ). Demnach haben die Beteiligungsgesellschaften Apax Partners und CVC Capital rund 100 Milliarden Pfund (145 Milliarden Euro) für den gesamten Mobilfunkriesen geboten. Dass ein Verkauf für die VF-Aktionäre tatsächlich in Betracht kommt, darf mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dennoch liegt die Übernahmeschlacht von Mannesmann D2 durch Vodafone im Jahr 2000 noch in guter Erinnerung.

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