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Vodafone-Guthaben dürfen nicht verfallen

24.08.2006 | 10:59 Uhr |

Die Verbraucherzentrale stellt Prepaid-Kunden aller Mobilfunkanbieter einen Musterbrief zur Verfügung.

Nach dem Unternehmen O2 darf nun auch Konkurrent Vodafone Prepaid-Guthaben nicht mehr verfallen lassen. Das hat das Landgericht Düsseldorf (Az.: 12 O 458/05) aufgrund einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen entschieden, der entsprechende Klausen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen moniert hatte. Das Landgericht kritisierte, dass der mögliche Verfall des Guthabens nach 15 Monaten indirekt zu einer Mindestumsatzverpflichtung führe, obwohl Vodafone mit Slogans wie „keine Mindestlaufzeit“ oder „kein monatlicher Basispreis“ geworben habe.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fordert nun alle Anbieter auf, ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen dem Richterspruch anzupassen. Es sei nicht ausreichend, verfallene Beträge lediglich auf Kulanzbasis zu erstatten. Wer den Verfall seines Prepaid-Guthabens verhindern will oder bereits verfallene Guthaben erstattet haben möchte, muss seinen Anbieter anschreiben. Hierfür stellt die Verbraucherzentrale ein Musterschreiben zur Verfügung.

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