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Es gibt keine Gespräche über den Kauf von T-Mobile UK

Die Deutsche Telekom hat offenbar doch keine Pläne, T-Mobile UK zu verkaufen. Nach Aussage von Vodafone-Vorstandschef John Bond auf der Hauptversammlung am Dienstag, gebe es derzeit keine Gespräche mit dem Ziel, die britische Telekom-Mobilfunktochter zu übernehmen. Bond reagierte damit auf die Gerüchte, der zweitgrößte britische Mobilfunkanbieter wolle mit dem Erwerb von T-Mobile UK zur Nummer Eins aufsteigen.

Mit der Übernahme würde Vodafone seinen Marktanteil auf 40 Prozent steigern und den mit 27 Prozent derzeitigen Marktführer o2 UK weit hinter sich lassen. Auch eine Zusammenarbeit sei denkbar, berichtete die Financial Times im Juni.

Doch obwohl T-Mobile UK im Gegensatz zur deutschen Telekom-Tochter nur ein kleiner Teilnehmer auf dem britischen Markt ist, wird der Wert des Unternehmens auf 3 bis 4 Milliarden Euro geschätzt. Das machte die Anleger nervös.

Die Deutsche Telekom ist schon länger unzufrieden mit dem Ableger. Im ersten Quartal musste der einstige Staatsmonopolist wegen der schlechten Geschäftslage und den hohen Kursverlusten beim britischen Pfund den Wert von T-Mobile UK um 1,8 Milliarden Euro nach unten berichtigen, was dem Mutterkonzern hohe Verluste beschehrte.

Der britische Markt gilt als einer der härtesten in Europa. Insgesamt konkurrieren fünf Mobilfunkbetreiber um die Gunst der Kunden. Experten erwarten schon seit einer Weile, dass die Zahl der Anbieter in Großbritannien sinken wird, sei es durch eine Übernahme oder durch Verdrängung. Eine Festigung des Marktes könnte den Preisdruck mindern, unter dem alle Anbieter derzeit leiden. Doch vorher muss noch die Kartellbehörde ihre Zustimmung geben.

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