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Vobis: Mehr Franchiser - weniger Filialen

09.03.2004 | 14:40 Uhr |

Die Umstrukturierungen bei der Vobis AG gehen in die nächste Runde. Bisherige Filialen wurden in den vergangenen Wochen Vobis-Mitarbeitern zu Sonderkonditionen angeboten, damit diese als Franchise-Partner die Geschäfte eigenverantwortlich weiterführen. Aktuell wurden die Verträge für zehn Übernahmen bereits unterschrieben, weitere sollen in Kürze folgen.

Die Umstrukturierungen bei der Vobis AG gehen in die nächste Runde. Bisherige Filialen wurden in den vergangenen Wochen Vobis-Mitarbeitern zu Sonderkonditionen angeboten, damit diese als Franchise-Partner die Geschäfte eigenverantwortlich weiterführen. Aktuell wurden die Verträge für zehn Übernahmen bereits unterschrieben, weitere sollen in Kürze folgen. Über 50 interne Bewerbungen sind bislang eingegangen und werden nun überprüft, wie unsere Schwester-Publikation Computerpartner berichtet.

Aber auch neue Partner können existierende Vobis Stores übernehmen. Es soll laut Jürgen Rakow, Vorstandsvorsitzender, jedoch keinen Ausverkauf geben: "Verschiedene Filialen werden wir keineswegs verkaufen, egal wie viele Interessenten es gibt. Immerhin entscheidet die Filialdichte auch über die Einkaufskonditionen der Handelsorganisation."

Andererseits ist sich Rakow sicher, dass manch einem Standort ein eigenständiger Unternehmer als Entscheidungsträger gut tun wird. Er spricht in diesem Zusammenhang von "Standortbeschleunigung". Eines aber haben alle zum Verkauf stehenden Filialen gemein: "Wir bieten potentiellen Franchise-Partnern keine Filiale mit negativem Betriebsergebnis an", so Rakow. Diese werden oder wurden bereits wie geplant geschlossen.

Zusätzlich sucht Vobis neue Partner für neue Standorte. Bis Ende dieses Jahres will Vobis die Zahl der Franchise-Nehmer von 25 (alte Zählung, vor aktueller Filialübernahme) auf 50 verdoppeln. Je nach Standortsituation, Ladengröße, Ertragskraft, Inventar und Ausstattung liegen die Übernahmepreise zwischen 15.000 und 40.000 Euro, einschließlich der 15.000 Euro Einstiegsgebühr. Die laufende Franchise-Gebühr beträgt zwischen 3,5 und 5 Prozent, ist progressiv gestaffelt und an die monatlichen Umsätze von 100.000 bis über 200.000 Euro gekoppelt.

Die Vobis AG bietet ein Warenvertriebsfranchising an, da hier laut Unternehmensangaben nach der Umwandlung die Umsätze bei 67 Prozent der Franchisesysteme gestiegen sei. Beim Dienstleistungsfranchising hätte der Umsatz nur in 38 Prozent der Fälle angezogen.

Vobis schließt Zentrale in Aachen (PC-WELT Online, 16.02.2004)

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