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VoIP könnte noch billiger werden

24.02.2005 | 12:51 Uhr |

Erst wenn möglichst viele Telefonate auch tatsächlich über das Internet abgewickelt werden, lohnt sich Voice-over-IP-Telefonie für Anbieter und Kunden gleichermaßen. Einen entscheidenden Schritt auf diesem Weg könnte die Gründung eines neuen Peering-Dienstes sein, der heute an den Start ging.

Voice-over-IP-Telefonie soll den Kunden beim Kostensparen helfen. Doch dazu ist es nötig, dass ein möglichst großer Teil der Telefonate auch tatsächlich über Datenleitungen abgewickelt wird. Das ist bislang nicht der Fall, da ein Großteil noch über kostspielige dedizierte Leitungen läuft. Ein Dienstleister, der das ändern will, ist e164.info , eine internationale Peering-Zentrale.

Sowohl herkömmliche Teilnehmernetzbetreiber als auch VoIP-Dienste, die sich an e164.info anschließen, profitieren von geringeren Durchleitungskosten durch die Verlagerung von Ferngesprächen in das Internet. Die angeschlossenen Dienstleister können über das Netz ihre Gespräche zu weltweit über 100 Millionen Rufnummern übermitteln. Der Start von e164.info markiert die erste massive Anwendung einer Technologie, die von Experten als "Carrier-ENUM" bezeichnet wird.

Interessant: Hinter e164.info steht Thilo Salmon, Geschäftsführer von Sipgate . Sipgate ist einer der größten Anbieter von VoIP-Telefonie auf dem deutschen Markt. Für die VoIP-Telefonie ist das ein entscheidender Schritt, die anfallenden Kosten zu senken und das Zusammenschalten von Netzen zu vereinfachen. Der Anwender profitiert davon auch – denn während bislang die Kosten noch über eine Mischkalkulation niedrig gehalten werden, gibt der neue Peering-Dienst den angeschlossenen Unternehmen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung.

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