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VoIP hilft bei Verbreitung von DSL-Anschlüssen

22.10.2006 | 14:52 Uhr |

Das herkömmliche Festnetz verliert immer mehr an Wichtigkeit und scheint nur noch als garantierte Einnahme Quelle für die Netzbetreiber zu dienen. Durch Voice-over-IP könnte die Festnetz-Telefonie zukünftig sogar überflüssig werden.

In Deutschland telefonieren schon knapp 7,4 Millionen Menschen über Voice-over-IP. Dies gab der Branchenverband Bitkom bekannt. Die rasante Entwicklung und der Druck der EU drängte die Bundesnetzagentur dazu, die Deutsche Telekom zur Bereitstellung von entbündelten DSL-Anschlüssen für ihre Mitbewerber zu zwingen. Dank dieser Entscheidung und mit der Alternative VoIP können die Kunden der Telekom-Konkurrenten so erstmals auf den Festnetz-Telefonanschluss verzichten und die Grundgebühr einsparen. Aktuell sind derartige Angebote jedoch auf die Kabelnetzbetreiber und einige wenige andere Anbieter wie Freenet , Hansenet und QSC begrenzt.

In Hinblick auf derartige Angebote eines reinen DSL-Anschlusses bieten auch unabhängige VoIP-Dienste, wie beispielsweise sipgate , für Verbraucher grundlegende Vorteile. So können diese ähnlich wie eine Email-Adresse an jedem Internetanschluss genutzt werden. Der DSL-Anbieter kann weiterhin frei gewählt werden und hat keine Auswirkungen auf den Internet-Telefonanschluss. Auch wer in Zukunft seinen DSL-Anbieter wechselt, behält seine bereitgestellte Ortsrufnummer.

Im Vergleich zu unabhängigen VoIP-Anbietern bieten die häufig in einem DSL-Komplettpaket enthaltenen Telefondienste meist weniger Flexibilität. So wird die Möglichkeit zum Telefonieren über das Internet oft auf den Anschluss des jeweiligen Anbieters beschränkt. Bei einem Wechsel des Anbieters geht auch der VoIP-Anschluss verloren. Dazu kommen der Verlust der Ortsrufnummer oder eventuelle Portierungskosten bei deren Mitnahme. So macht es häufig Sinn den Dienste-Anbieter von VoIP und den Zugangs-Provider getrennt zu wählen. Vorallem in Hinsicht auf die Neuordnung des DSL-Marktes Anfang 2007 bleibt Kunden somit mehr Flexibilität bei der Reaktion auf die geplanten Änderungen.

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