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VoIP-Nutzung: Privatnutzer vor Firmen

16.10.2006 | 16:49 Uhr |

Beim Thema Internet-Telefonie – der Nutzung - liegen Privatpersonen knapp vor Unternehmen. Dies ließ der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) heute verlauten.

Elf Prozent der Deutschen nutzen Voice-over-IP, bei den Unternehmen sind es momentan nur neun Prozent. Das belegt Angaben der Bitkom zufolge aktuelles Zahlenmaterial, der Verband stützt sich dabei auf Studien der FGW Online und E-Business-Watch.

Besonders beliebt ist VoIP bei Privatanwendern der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen, bei der jeder vierte seinen Anschluss für derartigen Telefonate nutzt. Auch bei den 25- bis 29-Jährigen spielt die Technologie eine große Rolle, immerhin fast 18 Prozent nutzen sie. Mit steigendem Alter nimmt das Interesse allerdings deutlich ab, so die Bitkom. Von den über 60-Jährigen sind gerade einmal vier Prozent dabei. Im Bereich der Privatanwender sollen insbesondere zwei Faktoren für die Nutzung verantwortlich sein: "Der rasante Zuwachs an Breitbandanschlüssen und günstige Flatrates haben die Technologie gerade für Privathaushalte interessant gemacht", so Bitkom-Präsident Willi Berchtold.

Unternehmen - gut genutzt wird VoIP bereits von Firmen aus dem Telekommunikations-Bereich. Und auch die Hersteller von informations- und kommunikationstechnischen Geräten (19 Prozent) und von Unterhaltungselektronik (18 Prozent) sind stark vertreten. Was die Nutzung durch Unternehmen angeht, ist Berchtold zuversichtlich, dass sie weiter zulegen wird: "Unternehmen, die auf Voice over IP umsteigen, können bis zu 30 Prozent Kosten sparen." Erreicht werden könnten die Einsparungen aufgrund der parallelen Nutzung firmeninterner Daten-Netze für den Datenversand und die Telefonate.

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