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Visuelles Mikrofon überlistet schalldichtes Glas

05.08.2014 | 16:16 Uhr |

Forscher haben ein visuelles Mikrofon vorgestellt, mit dem sich Töne sogar durch dickes, schalldichtes Glas aufnehmen lassen.

Forscher des MIT haben mit dem visuellen Mikrofon eine neuartige Methode zur Aufnahme von Tönen vorgestellt. Dieses visuelle Mikrofon ist eigentlich eine Kamera, die in der Lage ist, aus visuellen Informationen Töne zu extrahieren. Auch Microsoft Research ist an der Entwicklung beteiligt. Wie das visuelle Mikrofon arbeitet, wird auch in diesem Video erläutert.

Demonstriert wird dies am Beispiel einer Chipstüte, die sich hinter einem schalldichten Glas in einem Raum befindet und mit Tönen beschallt wird. Hinter dem dicken Glas nimmt eine Kamera die Vibrationen der Chipstüte aufgrund der Töne auf. Über die von den Forschern entwickelten Algorithmen lassen sich die visuell erfassten Vibrationen wieder in Töne zurückrechnen. Die Forscher konnten so auch in einem Experiment die von der Chipstüte aufgefangenen Gespräche einer Person wieder hörbar machen.

Ähnliche Experimente gelangen auch in Verbindung mit einer Alufolie, der Oberfläche von Wasser in einem Glas und mit der Oberfläche des Blattes einer Pflanze. "Wenn Töne auf ein Objekt treffen, dann verursachen sie eine Vibration dieses Objekts. Diese Bewegung der Vibration verursacht ein sehr subtil wahrnehmbares visuelles Signal, das normalerweise für das Auge unsichtbar ist. Die Leute wussten bisher nicht einmal, dass die Information da ist", so Abe Davis, einer der am Projekt beteiligten MIT-Forscher.

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