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VisualID soll Suche nach Dateien erleichtern

06.10.2004 | 14:04 Uhr |

Der Eigenschaft, dass Menschen Gesichter in der Regel besser in Erinnerung behalten als Namen, wollen Forscher mit Hilfe einer Software namens VisualID Rechung tragen.

Menschen behalten in der Regel Gesichter besser in Erinnerung als Namen. Forscher der University of Southern California (USC) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickeln Software, die dieser Eigenschaft Rechnung tragen und das Wiederfinden von Dateien erleichtern soll. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Anwender, die mehrere Dutzend Dateien des gleichen Typs, etwa Word-Dokumente, in einem Ordner abgespeichert haben, suchen unter Umständen lange, bis eine bestimmte Datei gefunden ist. Die Dateinamen zu durchstöbern ist langwierig, falls diese überhaupt aussagekräftig sind, und das immer gleiche Word-Icon bei der Bezeichnung hilft auch nicht weiter. Einfacher wäre es, wenn bestimmte Dateien an individuell gewählten Symbolen zu erkennen wären.

"Doodles" nennen die Forscher solche Icons. Sie haben zwar nichts mit dem Inhalt der Dokumente zu tun, so könnte zum Beispiel ein Drache als Symbol für die monatliche Verkaufsstatistik dienen, setzen die entsprechenden Dateien dennoch optisch ab. "VisualID" ist die Technologie, mit denen sich Doodles automatisiert erzeugen lassen. Für Dokumentkategorien wie Statistiken, Geschäftsberichte oder Hausmitteilungen können Meta-Icons erzeugt werden, zum Beispiel ein Drache. Diese werden nach Bedarf weiter angepasst. Bei Statistiken aus der Verkaufsabteilung könnte das Icon zum Beispiel grün sein, während der Einkauf blaue Symbole verwendet und die Produktion rote.

Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Menschen unregelmäßige Formen am besten merken. Aus diesem Grund erzeugt VisualID relativ komplexe Formen. Die Zuordnung der Doodles erfolgt anhand des Dateinamens. Dateien mit ähnlicher Bezeichnung werden also mit ähnlichen Icons gekennzeichnet.

In Tests habe sich Visual ID bereits bewährt. Probanden fanden individuell gekennzeichnete Dateien im Durchschnitt um 20 Prozent schneller als Dateien, die mit Standard-Symbolen versehen waren, so die Forscher.

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