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Vista mobil: Was bringt das neue Betriebssystem für Notebooks?

06.12.2006 | 12:21 Uhr |

Einige Funktionen von Vista sind speziell mobilen Geräten vorbehalten. Vor allem das Stromsparen will das neue Betriebssystem von Microsoft den Notebook-Anwendern erleichtern.

Auf fast jedem aktuellen Notebook findet sich eine Unzahl vorinstallierter Tools. Sie sollen Ihnen über die Schwächen von Windows XP hinweghelfen: Zum Beispiel erlauben die Tools einen einfacheren Zugriff auf Stromspareinstellungen. Oder Sie können damit bequem verschiedene Zugangsprofile fürs Netzwerk verwalten. Windows Vista will diese Tools weitgehend überflüssig machen.

Unter Vista ist das „Windows-Mobilitätscenter“ in der Systemsteuerung die zentrale Anlaufstelle für alle Notebook-relevanten Funktionen. Hier finden Sie Menüs für Bildschirmhelligkeit, Lautstärke, WLAN, Monitorverwaltung, Synchronisierung, Präsentationen und natürlich fürs Stromsparen.

Dafür bietet Vista drei „Energiesparpläne“ an – unter Windows XP gab es noch sechs Energieschemata: Der Standardmodus nennt sich „Ausbalanciert“, daneben bietet Vista noch den „Energiesparmodus“, bei den Sie am meisten, und den Plan „Höchstleistung“, bei dem Sie am wenigsten Strom sparen. Der CPU-Takt passt sich bei „Ausbalanciert“ dynamisch an die Systemlast an, im „Energiesparmodus“ läuft der Prozessor immer mit gedrosseltem Takt, bei „Höchstleistung“ immer mit maximalem Takt.

Über „Energiesparplan erstellen“ können Sie auf Basis der drei Grundeinstellungen eigene Stromsparvorgaben einrichten. Dabei bietet Vista deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten als XP: Zum Beispiel können Sie den Energieverbrauch des WLAN-Adapters regeln, eine bestimmte Bildschirm-Helligkeit oder den Stromverbrauch für USB und PCI-Express festlegen. Außerdem finden Sie hier die schon von XP bekannten Optionen: Zum Beispiel was passieren soll, wenn Sie den Notebook-Deckel schließen, oder wie das Notebook reagiert, wenn der Akkustand unter einen bestimmten Wert sinkt.

In der Standardeinstellung schaltet sich das Notebook übrigens beim Schließen des Deckels oder beim Drücken des Power-Knopfs nicht aus, sondern geht in den Sleep-Modus (Standby-S3): Vista nennt ihn „Energie sparen“. Dabei speichert das Betriebssystem den Systemzustand im Arbeitsspeicher und ist nach rund 10 Sekunden wieder einsatzbereit. Vista bietet jedoch auch weiterhin das komplette Ausschalten oder den Ruhezustand an, bei dem der Systemzustand auf der Festplatte gespeichert wird. Bei Desktop-PCs ist übrigens der „Hybride Standbymodus“ als Standard eingestellt: Dabei nutzt der Rechner beim Aufwachen im Regelfall wie beim Sleep-Modus den im Arbeitsspeicher gesicherten Systemzustand. Fällt aber der Strom aus, kann Vista beim Aufwachen auf ein System-Image zurückgreifen, das es auf Festplatte gesichert hat – wie beim Ruhezustand.

In unseren Tests stellten wir übrigens beim Aufwachen keinen Unterschied zwischen Vista und XP fest: Aus dem Sleep-Modus waren die Notebooks nach rund 10 Sekunden wieder einsatzbereit, aus dem Ruhezustand dauerte es bei beiden Betriebssystemen etwa 30 Sekunden.

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