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"Vista" könnte Marken-Streit entfachen

26.07.2005 | 11:15 Uhr |

Der Gründer eines in Redmond, Washington State, angesiedelten Anbieters für Internet-Anwendungen und entsprechende Dienstleistungen denkt über mögliche rechtliche Schritte gegen Microsoft nach. Grund dafür: Die Namensvergabe für die nächste Windows-Version - "Windows Vista".

Laut John Wall, Chief Executive Officer von Vista Inc., ziehe seine Firma "alle möglichen Optionen" in Betracht. Wall erklärte, dass die Bezeichnung eventuell die Markenrechte seiner Firma verletze und Verwirrung über die von Vista Inc. angebotene Software und Dienstleistungen stiften könnte - Vista Inc. hat seinen Sitz in direkter Nähe zu Microsoft und bietet kleineren Firmen Online-Informations-Systeme, dazugehörige Beratungen und maßgeschneiderte Software an.

"Wenn die Leute es Windows Vista nennen, ist es kein Problem", so Wall. "Aber wenn sie es Vista nennen, dann sorgt das für Durcheinander mit unserem Geschäft und dem was wir tun."

John Wall will nun den Verkehr auf der Internetseite der Firma http://www.vista.com analysieren, um herauszufinden, was für einen Effekt der Name "Windows Vista" auf Besucher seiner Site hat. Sollte es wesentliche Veränderungen geben - etwa wenn eine Flut von Nutzern Vista.com aufsucht und nach Informationen zu Windows Vista sucht - dann wird die Firma möglicherweise rechtliche Schritte einleiten.

Erste Einschätzungen: Eines der wichtigsten Merkmale dafür, ob eine neue Marke herausgefordert werden kann oder nicht, ist, ob sie zu Verwirrungen mit den Produkten und Diensten einer anderen Firma beiträgt, so Bill Lozito, Präsident von Strategic Name Development, einer Beratungsfirma aus Minneapolis.

Vista Inc. hat nach Ansicht von Lozito dementsprechend überzeugende Argumente gegen Microsoft, weil es Software und Dienste anbietet, die ähnlich denen des Softwaregiganten sind. Da Microsoft die größere und weitaus bekanntere Firma ist, könnte die Namensverwirrung in der Folge einige von Vistas potenziellen Kunden in die Arme von Microsoft treiben, meint Lozito.

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