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Windows XP bekommt längere Gnadenfrist

22.12.2008 | 08:50 Uhr |

Microsoft hat die Gnadenfrist für Windows XP erneut verlängert. System Builder können vorbestellte Kopien von Windows XP noch bis zum 30. Mai 2009 abrufen und auf neuen PCs bis zum 30. Juni 2009 installieren.

Die Redmonder werden nämlich System-Buildern bis zum 30. Juni 2009 noch XP-Kopien bereit stellen, damit diese auf Fertigrechnern installiert werden können. Zwar müssten alle interessierten System-Builder ihre Windows-XP-Kopien wie gehabt bis zum 31. Januar 2009 beantragen. Microsoft erlaubt den System-Buildern dann aber, diese vorbestellten Kopien von Windows XP erst nach und nach abzurufen, und zwar bis spätesten zum 30. Mai 2009.

Bisher hatte Microsoft dagegen vorgeschrieben, dass die PC-Hersteller alle bis zum 31.1.2009 bestellten XP-Kopien auf einen Schlag abrufen müssten, was die Kalkulation der System Builder erschwerte und von diesen höhere finanzielle Vorleistungen erforderte. Jetzt können die System Builder etwas entspannter kalkulieren und damit eher noch mehr Pro-Windows XP bestellen, da sie diese Kopien erst bis Ende Mai tatsächlich abrufen müssen.

Als System-Builder bezeichnet Microsoft Unternehmen, die PCs selbst zusammensetzen und vertreiben. Die ganz großen PC-Hersteller wie Dell und Hewlett-Packard sind damit aber nicht gemeint (diese großen PC-Hersteller mussten die von ihnen gewünschte Anzahl an XP-Lizenzen bereits bis zum 30. Juni 2008 bei Microsoft melden).

Ebenfalls nicht betroffen von dieser verlängerten Abruffrist für Windows XP sind die Hersteller von Netbooks und Low-Cost-PCs. Diesen Herstellern stellt Microsoft Windows XP ohnehin länger zur Verfügung, nämlich mindestens bis zum 30. Juni beziehungsweise bis zu einem Jahr nach dem Erscheinen von Windows 7 – je nachdem was zuerst zutrifft.

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